Exter: Im Ortszentrum (2004)
Das war "Neues von der Geschichtswerkstatt ..." im Jahr 2014



14. Dezember 2014 Als im Jahr 1995 auf dem Gelände der Grundschule Exter der erste vereinsgemeinschaftliche Weihnachtsmarkt stattfand, wurde das als Experiment angesehen. Sinn war, die vielfach sich überschneidenden Weihnachtsfeiern zu entflechten und so ganz nebenbei als Ergebnis solch ehrenamtlicher Arbeit überschüssige Erlöse guten Zwecken im Ort zukommen zu lassen. Vielleicht habe nicht viele der Akteure vor zwanzig Jahren damit gerechnet, dass sich dieses Dorffest zu einem Dauerläufer entwickeln würde. Wir waren von Anfang an dabei und auch für uns hat sich der Einsatz gelohnt. Und die meisten sind immer noch mit dabei. Besonders hervorzuheben sind die vielen über die Jahre hinweg sich ergebenden persönlichen Kontakte mit Menschen im Ort, die man außer bei den sonst zweimal im Jahr stattfindenden Festen an der Windmühle in Exter kaum zu einem spontan sich ergebenden Gespräch trifft. Unter dem Strich sei auch von uns vermerkt: So etwas wie unseren Weihnachtsmarkt in Exter muss es auch weiterhin geben und zurückschauend freuen wir uns, dass es Zwischenfälle irgendeiner Art eigentlich nicht gegeben hat. Und »uneigentlich«? - Auch nicht!

9. Dezember 2014 Auch erfreuliches gibt es zu diesem Tag zu berichten. Nach langen Vorarbeiten können wir heute unsere neue Veröffentlichung, das Buch zur Exter-Tour vorstellen. Auf 180 Seiten mit fast 150 Abbildungen beschreiben wir die 31 Stationen an den beiden Wanderwegen, die der »Arbeitskreis für Dorfentwicklung Exter« ausgearbeitet hat. Entstanden ist so eine Art Gebrauchsanweisung für unseren Ort, der seine Entwicklung in den letzten etwa 100 Jahren dokumentiert. Allen Beteiligten, auch den Freunden außerhalb der Geschichtswerkstatt, hat es viel Spaß gemacht ... und stolz können wir alle auf das Ergebnis auch sein! Das Projekt ist damit jedoch nicht abgeschlossen, auf dem Programm steht noch die »Exter-Tour« für Kinder«, die im nächsten Jahr angeboten werden soll. Wird auch spannend ...!

9. Dezember 2014 Erst heute haben wir vom Tod Karl W. Waldheckers erfahren. Für das bessere Verstehen der Geschichte der alten Grafschaft Ravensberg und seiner Umgebung hat er ein einmaliges Dokument geschaffen. Als Kerngebiet gelten die Städte Bielefeld (als Hauptteil), Herford und Bünde. Auch das ehemalige Amt Vlotho, zu dem unser Exter gehörte war Teil dieses Konstrukts. Grundlage seiner Arbeit zumindest für dieses Gebiet war das »Urbar der Grafschaft Ravensberg von 1556«, in dem auf Veranlassung des damaligen Landesherrn Wilhelm des Reichen zu Jülich-Berg eine genaue Erfassung der Infrastruktur dokumentiert wurde.

Die wichtigen Aufzeichnungen informieren weiter über Einzelheiten wie Zugehörigkeit der Bewohner, Abgaben und Dienste, die zu leisten waren und vieles andere mehr. In jahrelanger Arbeit hat Herr Waldhecker eine Karte der Region auf dieser Grundlage geschaffen, die darüber hinaus Informationen zu den umgebenden Herrschaftsbereichen sowie das damals bereits gut strukturierte Verkehrswegenetz ausweist. Auf einem Vortrag Herrn Waldheckers im Jahr 1995 beruht unsere Veröffentlichung »Alte Verkehrswege«

22. November 2014 Jedes Jahr im November treffen sich an historischer Stätte im alten Gut Bustedt in Hiddenhausen Regionalgeschichtler und -innen aus dem gesamten Kreis Herford auf einladung des Kreisheimatvereins.

Hauptthema ist heute, welche Quellen für die Erforschung von Kirchengeschichte genutzt werden können. Ihre Zahl ist unüberschaubar, auch, welche Möglichkeiten bestehen, sie aufzuspüren, ist nicht in wenige Worte zu fassen. Eine konstruktive Anregung in der nach dem Basisvortrag folgenden Arbeitsgruppe ist, im Internet einen Informationspool einzurichten, der wie ein »wiki« von jeder/jedem Interessierten bearbeitet und ergänzt werden kann.

In der zweiten Arbeitsgruppe geht es um die Nacharbeiten zum Geschichtsfest 2014 in Rödinghausen, in dem das zentrale Thema etwas typisch westfälisches ist: Das »Pickertland«. Das Thema Essen und Trinken ist viefältig und die einmal daran aufgenommene historische Arbeit könnte in Treffen und Veranstaltungen mit praktischen Übungen fortgesetzt werden, es gibt ja nicht nur die letztlich aus Not heraus entstandene »Nationalspeise« der Lipper und Ostwestfalen.

Zum Dritten geht es um die Nachbearbeitung eines weiteren Themas des Geschichtsfestes: Den Ersten Weltkrieg. Ein Ergebnis wurde in Rödinghausen präsentiert, beileibe nicht vollständig: Die Erfassung der im Krieg Gefallenen. - Auch der Überraschungsfilm, der in jedem Jahr zum Abschluss der Regionalkonferenz präsentiert wird, beschäftigt sich mit diesem Thema: Eine neue Produktion des Westfälischen Heimatbundes zeigt eindringlich die schreckliche Realität dieses Ereignisses.


10. November 2014 Unsere »Plattdeutschen« treffen sich wieder im vertrauten Vereinsheim der befreundeten SGEE. Erfreulich viele Liebhaber der plattdeutschen Sprache bringen Erinnerungen und Überlieferungen zum Thema »Familienfeste« mit, so dass ein weiterer Baustein über das Alltagsleben unserer platt-/hochdeutschen Dokumentation hinzugefügt werden kann. Die erste Zusammenfassung der bisherigen Gespräche ist im Rahmen des ortsgeschichtlichen Angebotes der Geschichtswerkstatt erhältlich: Wui kürt platt

Die Zusammenfassung der Gespräche und der daraus resultierenden Textdokumentationen besorgt Annegret Arnhölter, der dafür herzlich zu danken ist. Beim nächsten Mal soll es um Hausmittelchen und Wunderheiler gehen nach dem Motto: "Dat hätt hulben". Treffpunkt am 12. Januar ist wieder das SGEE Heim, allerdings schon um 15.00 Uhr. Während der Wintermonate wollen wir uns nachmittags treffen, bei Kaffee und Plätzchen geht das Plattdeutsche "äuk schwanke ober de Tungen".


4. Oktober 2014 - 25 Jahre Geschichtswerkstatt Etwa eine Woche nach der Geburtstagsfeier des Mühlenvereins sind wir dran. Im Jahr 1989 trafen sich auf eine Zeitungsanzeige mehrere Menschen aus Exter, von denen drei bei der Stange geblieben bzw. noch nicht abgetreten sind. Unsere nun auch schon fast zwei Jahre mitwirkende Kassiererin moderiert unsere Veranstaltung im »Mühlenblick« an der Windmühle und überreicht ihnen eine Ehrenurkunde für 25jährige Mitgliedschaft. Sind die drei »Ur«-Mitglieder männlich, so erhält für zehnjährige Treue eine Jubilarin ihre Urkunde. Naja, im nächsten Jahr sind 20jährige dran ... Es ist ein freundlicher Abend mit vielen öffentlichen Gratulanten, guter Musik, einem geistreichen Unterhalter, einem leckeren kalten Buffet, kühlen Getränken und über sechzig Gästen (was nahezu voll bedeutet). Einige Freunde, die wir im Laufe der Jahre gewonnen haben, mussten absagen. Der 3. Oktober, in diesem Jahr ein Freitag, ist als neuer »Tag der deutschen Einheit« Feiertag und drei arbeitsfreie Tage hintereinander sind willkommener Anlass für einen Kurzausflug mit der Familie.


Präsentübergabe Bild: Ein nicht alltägliches Geschenk zu einer Jubelfeier. Die Personen im Vordergrund von links nach rechtsw: Ulrich Sturhahn, der Vorsitzende des Mühlenvereins, Annegret Arnhölter mit unserem lebendigen Präsent und am Mikrofon unser Vorsitzender A.-W. König

28. September 2014 - Erntefest an der Windmühle Exter Wie die Freunde vom Mühlenverein es schaffen, ihre Veranstaltungen mit meist passendem Wetter zu krönen, wird dem Chronisten ein Rätsel bleiben. Dreierlei ist heute angesagt: Es ist Erntefest, das neue Fachwerkhaus an der Mühle wird so richtig offiziell eingeweiht (es heißt jetzt »Mühlenblick«) und der Verein Windmühle Exter e. V. feiert seinen zehnten Geburtstag. Dazu gibt es von der Geschichtswerkstatt ein ganz besonderes Präsent: Wir schenken einen Apfelbaum ... An diesem besonderen Mühlentag geben sich so viele Aussteller und Anbieter wie nie zuvor die Ehre, sich zu präsentieren. Dass die Anzahl der Besucher anfsngs überschaubar war, ändert sich ab dem Mittag. So macht ein Fest an der Mühle hoch über Exter richtig Spaß. Dass die Mühlenleute am Freitag zuvor zum Zehnjährigen des Vereins diesen Anlass zu einem Essen mit leckerem Spanferkelessen nutzten, sollte dabei auch nicht verschwiegen werden.


15. September 2014 Die Ernte mit allen Unwägbarkeiten ist heute das Thema unseres Plattdeutschen Gesprächskreises. Zur Sprache kommen die Schwierigkeiten mit verregneten Sommern, das mühsame Trocknen der Garben auf den Feldern, die Gefahr der Selbstentzündung bei der Lagerung von zu nassem Heu, die häufigen Arbeitsunfälle, aber auch das gemeinsame Tun auf den Feldern, der Nachbarschaftshilfe und der Pausen mit Zwetschgenkuchen und Muckefuck unter freiem Himmel.
Dank an Annegret Arnhölter für den Bericht.


13. September 2014 - Heute stellen wir unsere Neuerscheinung: »50 Jahre neue Schule in Exter« vor. Ort der Handlung ist das Gelände der Grundschule, um die es geht. Auf dem Schulfest zu diesem Anlass sind auch wir vertreten und bieten unseren neuen Beitrag zur Ortsgeschichte an. Über das große Interesse freuen wir uns natürlich und auch darüber, dass die von uns vor einigen Jahren aufgelegte Übertragung der alten Schulchronik bis zum Jahr 1921 als wichtige Ergänzung angesehen wird. Ein netter Nachmittag in freundlicher Atmosphäre und einem unterhaltsamen Programm.


6./7. September 2014 Geschichtsfest in Rödinghausen ...! Hatten wir das nicht schon mal? Klar, im Jahr 1997, als wir im damaligen Geschäftsraum der AOK-Zweigstelle die von der Firma Gauselmann in Espelkamp zur Verfügung gestellte Spielautomatenausstellung betreuten.

Eintrittskarte Bild: Eigentlich gleichen sich die Ansichten auf solchen Veranstaltungen bis auf unwesentliche Kleinigkeiten. Wir zeigen hier die Eintrittskarte, macht sich auch recht gut ...

Thema war seinerzeit »Brot und Spiele. 3000 Jahre Freizeit«. Unter der damals schon ausgezeichneten Organisation von Monika Guist geht es in diesem Jahr um das Motto: »Im Pickertland. Vom Essen und Trinken zwischen Teuto und Wiehen«. Wenn wir auch in möglichst vielen »Pötten rühren« belassen wir es dieses Mal bei einem Sondersachgebiet in unserem Würfelspiel um dieses Thema. Ein weiteres neues Gebiet ist »Ravensbergisch für Insider«.

Ein Nebenthema, aber nicht weniger gewichtig bietet Anlass zur Nachdenklichkeit. Vor 100 Jahren stürzte sich das Deutsche Reich in ein vier Jahre dauerndes Desaster, das anfangs nach wenigen Monaten siegreich endend eingeschätzt wurde. Die Wirklichkeit holte alle echte und geheuchelte Euphorie rasch ein: Der erste Weltkrieg. Präsentiert wird die noch längst nicht abzuschließende Erfassung aller Gefallenen in dieser Zeit.

Der Besuch der Veranstaltung in Rödinghausenist gut, besonders der Sonntag trägt zu einer Gesamtbesucherzahl bei, die in etwa in der Größenordnung der Bevölkerung des Veranstaltungsortes registriert werden: Ca. 10.000 Menschen nehmen die Gelegenheit wahr, sich bei diesem, wie alle anderen zuvor vom Ehrenamt getragenen, 10. Kreisgeschichtsfest über das zu informieren, was früher war und heute ist.


4. August 2014 Sommerfest (bürgerlich mit Gegrilltem und Zubehör) bei Annegret Arnhölter im Garten. Passend dazu einige Worte über die Entwicklung der Kochkunst von ganz früher nach dem Motto: Mit einem Waldbrand fing es wahrscheinlich an. Schade um das arme Kaninchen, aber lecker war es doch ... Wieder ein netter, nicht zu großer Gesprächskreis mit Anregungen. Wetter? Haben wir auch, trocken und angenehme Temperaturen an diesem Abend.


7. Juli 2014 Im »Plattdeutschen Gesprächskreis« treffen sich erneut Leute aus Exter und Umgebung, die am Erhalt der plattdeutschen Sprache interessiert sind, im Vereinsheim der SGE Exter. Schnell kommen die Erinnerungen wieder an Hausschlachter, Viehhändler, Gewürze, Rezepte und Gerüche. Die Sprache wechselt von Platt- auf Hochdeutsch und wieder zurück im anregenden Gespräch über unvergessene Personen und Ereignisse.
(Dank des Chronisten an Annegret Arnhölter für die Zusammenfassung.)


9. Juni 2014 Heute kommen Erinnerungen hoch: An den 3. September 2006, als am Sonntag des Liesbergmühlenfestes in Enger (250 Jahre war die alte Mühle da alt geworden) unsere Pavillons zerknautscht wurden. Pfingsten ist in NRW von lange so nicht mehr erlebten heftigen Gewitters überschattet und unser akribisch und mit viel Liebe aufgestelltes Zelt ein Opfer von Wind und anderen Naturgewalten (Hagel) geworden. Wir kommen in einem anderen Zelt als Gäste unter, zu sehr zusammenrücken müssen wir nicht. Warm genug ist es von draußen, so um die 36 Grad (plus). Der Vormittag läuft noch ganz gut, der Nachmittag wird viele Leute veranlasst haben, sich im Valdorfer Waldfreibad oder sonstwo umzusehen, das merkte man auch daran, dass verhältnismäßig wenige Kinder zu Gast sind. Ganz verloren ist der Tag nicht, einiges verlief doch positiv und deshalb stellt der Chronist auch kein Bild unseres malträtierten Pavillons auf diese Seite, traurige Bilder gibt's genug auf der Welt ...


28. Mai 2014 Wer unseren Internetauftritt aufmerksam und in Sachen Regionalgeschichte nutzt, weiß, dass wir auch keinen Halt vor Filmproduktionen gemacht haben. Drei Dokumentationen entstanden so gemeinsam mit dem professionellen Filmemacher Norbert Kaase aus der Nachbarstadt Bünde. Auf den Detailseiten lassen sich für zwei Produktionen kurze Ausschnitte aufrufen. Sie sind sehr kurz, weil das geschah, als Internet noch nicht die heutige technische Qualität (ehem...) hatte und ISDN noch wesentlich mehr genutzt werden musste als heute. Norbert Kasse hat uns heute mitgeteilt, dass er qualitativ hochwertige Szenen ausgewaählt und bei youtube eingestellt hat:
Einzelheiten zu den Filmen finden Sie auf dieserSeite, von der aus Sie auch das youtube-Angebot nutzen können.
Besuch aus Göttingen

24. Mai 2014 II. Bot der Morgen des heutigen Tages eher Anlass zum Nachdenken, ist der Nachmittag erfreulicher. Gäste der »SV! Agronomica Gottingensis« besuchen auf Anregung des hiesigen Agrarjournalisten Walter Bätz die Anlage des Vereins Windühle Exter, mit dem wir seit seinem Bestehen freundschaftlich zusammenarbeiten. Verbindungen gibt es auch aus den Zeiten davor. Walter Bätz bat uns, ihnen zu vermitteln, wie die Geschichtswerkstatt Exter funktioniert. Nach dieser Darstellung führt die Frau des Chronisten die Agrar-Studenten durch die Etagen des Bauwerkes. Ein netter Abschluss des Tages.



24. Mai 2014 Soeben erfahren wir, dass nach kurzer und schwerer Krankheit ein guter Freund verstorben ist. Friedrich Marten, u. a. ehemaliger Ortsvorsteher der Nachbargemeinde Wehrendorf, werden wir sehr vermissen. Mit ihm haben wir in den letzten Jahren sehr eng zusammengearbeitet. Wir möchten uns auf diesem Wege auch posthum dafür bedanken, dass wir durch seine Unterstützung unsere Forschungsergebnisse in Wehrendorf vorstellen konnten. Bei den Winter-Dorfabenden im Februar fanden wir immer ein aufgeschlossenes Publikum.



18. Mai 2014 Heute ist uns Petrus wohlgesinnt; bei strahlendem Sonnenschein gehen wir auf eine kleine Exter-Tour. Der Hintergrund: In den letzten zwei Jahren entwickelte in Exter ein Team des Arbeitskreises Dorfentwicklung zwei Wanderrouten in Exter. Eine mitten durch den Ort (4,3 km) und eine auf den um unseren Ort liegenden Höhen (16,9 km). Diesen Anfang beschränken wir auf fünf Stationen von insgesamt 31, beim Abschluss mit Musik, Bratwurst und Salaten am Markt im Königsfeld brauchen wir Zeit für Diskussion und Gedankenaustausch, was ausführlich wahrgenommen wird.

Freuen dürfen wir uns über 50 Teilnehmer, fünf Hunde zählen extra ... Musik ist auch dabei, bei den ersten Stationsbesuchen sorgt Klaus Spitczok von Brisinki aus Vlotho mit seinem Saxophon für musikalische Untermalung, beim Abschluss unterhält uns das Bläserensemble Exter mit flotten Rhythmen.

Eröffnung Exter-Tour

Bild: Bild: Startpunkt ist ein zentraler Ort in Exter, von 1902 bis 1963 Bahnhof der Herforder Kleinbahnen. Hier, wo die Sparkasse Herford eine Niederlassung betreibt, sind um die Hauptkreuzung herum ein Lebensmittelmarkt, ein Autohandel, Zahnarzt, eine Apotheke, ein Hotelrestaurant und weiteres, wenn auch in kurzer Nachbarschaft, zu finden. Zentral ist dieser Punkt nicht zuletzt deshalb, weil hier vom heutigen Buswendeplatz die Innenstadt Vlothos und auch die nahe Kreisstadt Herford zu erreichen sind. Ein Großteil des Fahrverkehrs für Schüler aus nahen Siedlungsgebieten wird ebenso abgewickelt.

Bei der begleitenden Gestaltung in Form von Datensammlung und Einrichtung eines informativen Interangebotes, auf das per QR-Code zugegriffen werden kann, haben wir unsere Ressourcen eingebracht. Vorgesehen ist zum Jahresende die Herausgabe eines Buches mit aktuellen und historischen Abbildungen zu den einzelnen Punkten sowie ausführlichen Begleittexten, quasi eine »Gebrauchsanleitung für Exter«. Erfahrung dürfen wir uns zuerkennen, denn unsere sechzehn Spurensuchen auf Schusters Rappen durch Vlotho und Umgebung mit entsprechenden schriftlichen Dokumentationen waren eine gute Vorübung. Wer Lust hat, schaue sich unser Angebot im Internet an: Menü-Balken links, Stichwort »Exter-Tour«.



12. Mai 2014 Zwar haben wir einen eigenen Raum (mit Wasser- und Toilettenanschluss) für Treffen, aber mehr als maximal 14 Leute können wir nicht unterbringen. Deshalb treffen wir uns heute wieder im Vereinsheim der Sportgemeinschaft Einigkeit Exter, der wir für die Benutzung danken.

Zu dieser zweiten plattdeutschen Gesprächsrunde hatten wir zum Gedankenaustausch zur Situation der Flüchtlinge und Vertriebenen nach dem II. Weltkrieg eingeladen. Wie empfanden die Einheimischen damals den Zustrom fremder Menschen? Wie wirkten sich die Veränderungen durch neue Wohnsiedlungen im Ort aus, wie wandelte sich die Struktur durch ein relativ großes Industriegebiet? Was geschah am Rande?

Die etwa zwanzig Besucher, beileibe nicht nur aus Exter und auch nicht alles Geschichtswerkstättler, reden denn auch, was ihnen dazu einfällt. Ein Wort gibt das andere und so lässt sich nach etwa zwei Stunden angeregter Unterhaltung ein erfreuliches Fazit ziehen: Es hat allen Beteiligten Spaß gemacht.

Was wir als Geschichtswerkstatt davon haben? Zeitzeugnisse von unmittelbar Beteiligten, auch wenn sie individuell eingefärbt sind. Die meisten unserer Besucher haben die Zeit nach 1945 direkt miterlebt und manches kommt wieder ins Gedächtnis, was schon vergessen schien.

Bei dieser Gelegenheit werden auch etliche "Dönnecken" erzählt, was ein Bild von den Menschen in der damaligen Zeit vermittelt. Es ist genauso lebendig und farbig wie das Leben heutzutage, man muss nur genau genug beobachten. Selbstverständlich für uns Hobbyhistoriker ist die (neutrale) Aufzeichnung solcher Berichte, die uns helfen, heute Vorgefundenes besser zu verstehen und weiter zu vermitteln.

Für die nächste Veranstaltung ist das Thema »Schlachten« vorgesehen. Die Idee kommt uns bei den Erzählungen vom »Schwarzschlachten«, das heute Abend in den Erinnerungen an die Zeit nach dem Krieg doch einige Beachtung gefunden hat.



25. April 2014 Das hat uns wirklich wieder Spaß gemacht: Von der Kulturfabrik Vlotho wurden wir gefragt, ob wir bereit wären, an einem Angebot der diesjährigen Osterferien-Spiele mitzuwirken. Grund war unser Auftritt in der 2013 duchgeführten "Projektwoche für alle Generationen" in Vlotho, als wir auf einem Apothekerweg genannten Aufstieg zur Burg Vlotho an verschiedenen Stationen mehr oder wenig gruslige Geschichten vortrugen.

Vom Ritter von Greifenklau Wir haben zugesagt und heute ist es soweit, dass wir tief in unsere Sagen"schatz"-Kiste greifen und den rund zwanzig Kindern und ihren Begleitern, Mitarbeiterinnen der Kulturfabrik etwas darüber erzählen, warum es die Porta Westfalica gibt und was der Teufel damit und dem höchsten Berg im Kreis Herford, dem Bonstapel zu tun hat, ebenso wie die fast blutrünstige Geschichte um den Raubritter Kurt von Greifenklau auf der Burg Vlotho (siehe Bild) und vom Silberschatz des Klosters Segensthal und wie der Brunnen zur Burg Vlotho entstand.

Wenn es dann eine echte Burgruine um das Geschehen drum herum gibt, dann bleibt dem Publikum nichts weiter, als wirklich toll zu sein. Die Kinder gehen mit, sind aufgeschlossen, fragen und zeigen ihr Interesse. Danke dafür!


7. April 2014 Familienforschung ist für die Geschichtswerkstatt eher eines vieler Themen, mit denen wir uns in unserem Arbeitsfeld Regionalgeschichte weniger beschäftigen, auch wenn wir mitunter Hilfestellung leisten. Eigentlich ist sie ein Forschungsprojekt, das individuell effizienter verfolgt werden kann. Sinnvoll ist natürlich, dass wir unsere Mitglieder und Freunde, die vielleicht am Anfang einer Erforschung der eigenen Familiengeschichte stehen, auf Möglichkeiten und bestehende Initiativen hinweisen. Das ist heute der Fall.

Intro Auch mit der Materie vertrauten Forschern können wir mit Informationen dienen. Vor einigen Jahren hat sich als Regionalgruppe des Arbeitskreises Familienforschung Osnabrück e. V. die »Arbeitsgruppe im Kreis Herford« gegründet. Regelmäßig finden in Enger Treffen statt, in denen über all das informiert und diskutiert wird, was als Handwerkszeug und Informationsfundus des Familienforschers gilt. Wer mehr wissen will, findet es auf diesen Veranstaltungen. In unserer Linkliste finden Sie die Verbindung unter dem Stichwort: "Familienforschung im Kreis Herford".

Die Herren Reinhard Heinsmann und Thomas Kriete informieren uns als Vertreter der Gruppe im Bonneberger Hof in Vlotho über Möglichkeiten, die sich in der Region bieten. Thema ist auch die Dokumentation der im Ersten Weltkrieg Gefallenen, die die Arbeitsgruppe anlässlich des diesjährigen Kreis-Geschichtsfestes in Rödinghausen vorstellt.

26. März 2014 Auch in diesem Jahr wurden wir von der Frauenhilfe Vlotho zu einem Vortrag eingeladen. Heute erzählen wir über den Valdorfer Pfarrer Eberhard Delius, der von 1868 bis 1897 im Ort wirkte. Grundlage war eine einer unserer »Beiträge zur Ortsgeschichte«, in dem die vor kurzem verstorbene Wehrendorferin Marianne Steinmann seinen Lebensweg aufzeichnete. Gedenkzeichen an diesen Menschen, dem die vom Leben Benachteiligten am herzen lagen, gibt es noch heute in Form seines Grabkreuzes auf dem Valdorfer Friedhof und einem Gedenkstein im Valdorfer Nachbarort Wehrendorf. Hier wohnten viele Jahre hindurch die Pfarrer der Valdorfer Kirche. Heute hat Valdorf ein eigenes Pfarrhaus. Nicht mehr viele wissen, dass Pastor Delius es aus eigenen Mittel vorfinanzierte. Auffällig ist eine Rose am Giebel, die nicht mit der Lippischen zu verwechseln ist. Die heute weltweit verstreute Familie Delius, die ihre Wurzeln in den alten Bauerschaften Wehrendorf und Steinbründorf hat, trägt diese Zierde in ihrem Wappen.

Pfarrhaus in Valdorf Bild: Das unter Denkmalschutz stehende Pfarrhaus in Valdorf.

Das soziale Engagement Delius' zeigt sich auch darin, dass er zehn Jahre hindurch Vorsitzender des 1887 in Volmerdingsen begründeten Wittekindshofes war, der heute nach umfassenden Gemeindereformen in der Nachbarstadt Bad Oeynhausen zu finden ist. Heute gleicht die weitläufige Anlage einer kleinen Stadt. Er ist eine weit bekannte Einrichtung für Menschen mit Behinderungen. Für Vlotho und darüber hinaus von Bedeutung ist das an der Valdorfe Kirche gelegene Simeonsstift, im dem betagte Menschen auch umfassende Pflege finden. Diese Einrichtung ist dem Einsatz Eberhard Delius' zu verdanken, der nach seiner Amtszeit in Valdorf als Superintendent der Synode Vlotho wirkte. Mit einer Bilderschau anhand von Ansichts-Postkarten können wir die bauliche Entwicklung des Simeonsstiftes nachzeichnen, die noch manche Besucherin hier im Gemeindehaus Valdorf zumindest seit der eigenen Kindheit mit erlebt hat. Diesen Vortrag sollten wir fest in unser Angebot fest. Nebeneffekt, so manches neue erfahren wir aus den Erzählungen.

Wir von der Geschichtswerkstatt treten mit zwei männlichen Mitgliedern, die sich die Vortragsarbeit teilen, hier auf. Unter den Besuchern sind zwei Herren anwesend, unter weiteren etwa 40 Teilnehmerinnen damit vier männliche Wesen, eine hoffnungslose Minderheit. Es ist ein schöner Nachmittag.


17. März 2014 Heute treffen wir uns im Vereinsraum der Sportgemeinschaft Einigkeit Exter zu etwas neuem Altem, der plattdeutschen Sprache. Zur Anzahl der mehr als zwei Dutzend Besucher stellt der Chronist fest, dass er »platt« sei bei einem solchen Zuspruch. Er selbst spricht diese Sprache allerdings nicht und versteht meist nur zur Hälfte. In unserem Treffpunkt hätten wir Platz für nur die halbe Runde gehabt, die Entscheidung, einen befreundeten Verein um Hilfe zu bitten, war demnach richtig.

Plattdeutschfreunde im SGEE-Heim Exter Bild: Zu Beginn stellen sich die Anwesenden kurz vor. Nicht nur Exteraner/innen sind der Einladung gefolgt, auch aus nahen Nachbargemeinden begrüßen wir Interessenten. Sie bestätigen, dass "Platt achter'n Biarge anners is ... ". Wir in Exter leben wahrlich im Bergland, geografisch im Lippischen nämlich und hinter jedem Berge wird ein anderes Platt gesprochen. Doch alle verstehen sich untereinander, wozu auch anwesende weniger »Sprachkundige« zählen.

Zum Einstand kommt ein längst verstorbener Zeitzeuge zu Wort. Wilhelm Obernolte war von 1953 bis 1969 Bürgermeister der damals noch selbständigen Gemeinde Exter. 1967 wurde er im Rahmen eines Forschungsprojektes mit Bestandsaufnahmen der plattdeutschen Sprachspielarten speziell im Kreis Herford interviewt. Wir hören einen spannenden Bericht zu dem Ort, in dem er vor der Eingemeindung in die Stadt Vlotho lebte und wirkte.

Diese Aufzeichnungen waren lange verschollen, wurden wiedergefunden und allgemein zugänglich gemacht. Auszüge daraus bietet der Kreisheimatverein Herford in seiner CD-Edition "As Platt no Meode was". In Sachen Vlotho machte sich unser Mitglied August Eversmeier ans Werk und übertrug die Interviews mit den unsere Stadt Betreffenden zuerst in buchstabengetreuen Text und diesen ins Hochdeutsche. Den O-Ton führen sich die Anwesenden mit Genuss zu Gemüte.

Ein guter Einstand zu einer guten Idee. Sicher wird ein solcher auf Dauer auch regelmäßiger »Stammtisch« eine gemütliche Klön- und Schnack-Runde sein können. Mal schauen, wie es weiter geht, Weichen sind wohl gestellt. An Gesprächsthemen wird es nicht fehlen, und uns erschließen sich weitere Quellen, vielleicht auch in O-Ton-Aufzeichnungen.

»Volle Ränge« im Heimatmuseum Löhne
Bild: Dass den Löhnern ihre Ulenburg am Herzen liegt, zeigt der mit genau 71 Personen voll besetzte Saal im Heimatmuseum Löhne. Aber auch einn paar Auswärtige sind unter ihnen zu entdecken.

4. März 2014 Wir sind zu Gast bei der Volkshochschule Löhne mit einem Vortrag zur Ulenburg im gleichnamigen Stadtteil. Im Vortragssaal des Heimatmuseums in Löhne steht das Thema »Wasserschloss Ulenburg« nicht zum ersten Male auf der Tagesordnung. Heute geht es um die Einbindung in die sich durch Jahrhunderte hindurch unter verschiedenen Herrschaftsverhätnissen entwickelnde Wegestruktur. Die damit verbundene spannende Geschichte wird mit Sicherheit in unserer Sammelreihe »Beiträge zur Ortsgeschichte« eine der Heftausgaben komplett füllen. Hilfreich auch hierzu sind die Anregungen, die wir aus der sich anschließenden Diskussion mitnehmen können.


1. März 2014 Wie wir soeben erfahren, ist mit Martin Eikmeyer eines unserer langjährigen Mitglieder am 27. Februar verstorben. Er war ein eifriger Familienforscher, dem wir manche Anregung und Unterstützung verdanken.


24. Februar 2014 Zu Gast bei den Senioren der Stadt Vlotho zeigen wir im Gemeindehaus St. Stephan unseren Film »Zucker, Bier und Bimmelbahn«, mit dem wir einen ersten filmischen Bogen über Vlotho und Exter schlugen. Wenn auch seit der Uraufführung 17 Jahre vergangen sind, zeigt dieser Film eindringlich, wie Ortsgeschichte sich verändert. Vieles, was wir 1997 als aktuell berichtenswert in dieses Dokument aufgenommen haben, ist mittlerweile im Zeitstrom verschwunden. Dem Publikum im nahezu voll besetzten Saal auch hier vielen Dank für die Anerkennung durch herzlichen Beifall. Ein weiteres, dickes Dankeschön gehört Helmut Althoff aus Vlotho, der es sich nicht nehmen ließ, eigene Erinnerungen zum Gesehenen beizusteuern.

Als Zugabe zeigen wir im Anschluss an unseren Film einen Ausschnitt aus dem in den 1920er-Jahren entstandenen Touristik-Film »Durch das schöne Westfalen« des auch international bekannten deutschen Filmregisseurs und Filmproduzenten Hubert Schonger. Auch der ausgewählte Ausschnitt »Um Teutoburger Wald und Weser« bringt nahe, warum dieses Werk heute als »Bilder aus einer untergegangenen Welt« beschrieben wird. Einer dieser Bilderreigen ist die einmalige Filmsequenz, in der die Vlothoer Fähre im Betrieb gezeigt wird.


21. Februar 2014 Das sich diesem Tagebuch zu Folge seit dem Jahresanfang nichts bewegt hat in der Geschichtswerkstatt, ist ein Trugschluss. Hinter den Kulissen tut sich einiges. Heute erscheint mit der ersten Heftausgabe in unserer Sammelreihe in diesem Jahr der Titel Splitter Z 05 und zeigt an einem Beispiel, wie sich in Exter in den Jahren nach dem II. Weltkrieg neue Siedlungsgebiete für Flüchtlinge entwickelten. Der markierte Link führt Sie zur Titelgeschichte, die 1990 in der lokalen Presse erschien und somit selbst schon zur Ortsgeschichte gehört. Nun ist sie mit anderen Geschichten in unser komplettes Angebot integriert und damit u. a. in Archiven zugänglich. Es freut uns besonders, dass damit unsere Arbeit auch weitläufig von professionellen Forschern genutzt werden kann und wird.

1. Januar 2014 Alles Gute für das neue Jahr ... Es fängt auch so an: Strahlender Sonnenschein heute!