Exter: Im Ortszentrum (2004)
Das war "Neues von der Geschichtswerkstatt ..." im Jahr 2016



11. Dezember 2016 Der heutige 22. Weihnachtsmarkt der Vereine in Exter verläuft in den bekannten und gewohnten erfolgreichen Bahnen. In diesem Jahr wird zum Tagesabschied die Aktion »Wir funkeln für den Weihnachtsmann« vom Vorjahr wiederholt und begeisterte Kinder lassen mit Helium gefüllte Luftbalklons mit angehängten brennenden Wunderkerzen in den Himmel steigen. Für uns ergibt sich eine neue, ungewohnte Situation: In diesem Jahr haben wir personelle Probleme mit unserem gewohnten Getränkeangebot»Apfel-Glühwein«. Wie schön, dass am benachbarten Stand des Vereins Windmühle Exter Hilfe angeboten wird: Es gibt wie schon länger »Lumumba«, ein leckeres Getränk (Kakao mit einem Schuss Wodka), es frostet zwar im Augenblick nicht, aber Wärme vermittelt es denn doch ... Unser Angebot ist eher optischer Natur: Wir zeigen per Beamer die Bilderreihe aus unserem neuen Buch »350 Jahre Kirche in Exter«



28. November 2016 Mit dem Heimatverein Vlotho arbeiten wir seit kurzem enger zusammen. Wir treffen uns im Burgrestaurant Vlotho, das unterneuer Führung wieder ein interessanter Treffpunkt geworden ist. Den Besuchern dieser Veranstaltung stellt Inge Wienecke vom Heimatverein (sie ist bei uns auch Mitglied) die von beiden Vereinen gemeinsam herausgegebene Broschüre »Ein wahrer Schatz« vor, wie ein außergewöhnliches Objekt genannt wird: Eine von der heute nicht mehr bestehenden Maschinenfabrik Sander in Vlotho gebaute Dreschmaschine. - Im neuen »Herforder Jahrbuch für Regionalgeschichte 2017« erschien aus unserer Geschichtswerkstatt ein Aufsatz einem nahezu vergessenen Ereignis in unserer Stadt: Nach dem II. Weltkrieg wurden von den britischen Alliierten über Vlotho als Drehscheibe deutsche Wissenschaftler mit ihren Familien nach Australien verbracht.



19. November 2016 Wie in jedem Jahr besuchen wir die Regionalkonferenz des Herforder Kreisheimatvereins auf Gut Bustedt im benachbarten Hiddenhausen. In einem der traditionellen Arbeitskreise wird die Einrichtung eines offenen Internetforums diskutiert, in dem zum Beispiel Studenten der Geschichtswissenschaft die Möglichkeit geboten wird, Arbeiten zu regionaler Geschichte einzubringen. Das dies unter entsprechender professioneller Begleitung geschehen solle, ist einer der Gesprächspunkte.



6. November 2016 Schon am 16. September konnte sich unser Pfarrer mit uns freuen, als unser »Historischer Abend« zum 350. Geburtstag unserer Kirchengemeinde stattfand. Zu dieser Veranstaltung wird heute die vom Filmemacher Norbert Kaase produzierte DVD vorgestellt. Freilich kann sie mit ungefähr 100 Minuten Spielzeit gezeigt werden, denn das Original umfasst 144 Minuten, für eine Präsentation wie heute abend vielleicht doch zu lang. Nach langer Pause erscheint damit eine neue Produktion zur Geschichte unseres Ortes, bzw. in diesem Falle speziell zu unserer Kirche. Und erneut wird an uns die Frage herangetragen: »Wann macht ihr denn mal wieder einen Film?« Mal gucken, was da möglich wäre ...



25. September 2016 Irgendwie scheint Petrus die Windmühle in Exter zu mögen: Strahlender Sonnenschein begleitet das heutige Erntefest an Lindemanns Windmühle mit all seinen Angeboten wie Landmaschinen-Show, musikalischer Unterhaltung wie durch den Posaunenchor oder Musik für die Jugend und den Verkaufsständen mit ihren Angeboten. Mit dabei die Alttraktorenfreunde aus Bad Oeynhausen. Im Grunde genommen alles nichts Neues, aber gerne wahrgenommen von den zahlreichen Besuchern. Die Gäste an unserem Stand prüfen unser Angebot in Wort und Bild, Favorit ist heute unser neues Buch »350 Jahre Kirche in Exter«, aber auch ältere Titel finden heute vermehrt Interessenten. Das spricht für eine etwas andere Besucherstruktur als in anderen Jahren. Gute Gespräche gibt es wie immer und wir können so manche Anregung aufnehmen.

Als Neuerscheinung in unserer Sammelreihe »Beiträge zur Ortsgeschichte« stellen wir heute die Ausgabe »Heuerleute in Exter und Umgebung« vor, in der der Autor die Geschichte einer längst untergegangenen Bevölkerungsschicht schildert. Ergänzt wird diese interessante Arbeit mit einer Bildergalerie noch erhaltener und heute teilweise unter Denkmalschutz stehenden Heuerlings-Häusern.



Wappenstein über dem Turmeingang der Kirche Bild: Programm-Flyer der Kirchengemeinde zum 350-Jahres-Jubiläum. Der über dem Turmeingang unserer Kirche angebrachte Wappenstein zeigt das Hoheitssymbol, den Kurhut, Friedrich Wilhelms von Brandenburg, der entscheidend die Kirchengründung in Exter unterstützt hat.

16. September 2016 Die letzten Tage und Wochen waren nicht gerade stressig, aber spannend doch: Unsere Kirchengemeinde feiert ab heute drei Tage lang ihr 350-jähriges Bestehen. Klar, dass wir uns als Geschichtswerkstatt an einem solchen Event beteiligen müssen. Das machen wir auch gründlich. Zum einen mit der 336 Seiten umfassenden Dokumentation. In dem neu erschienenen Buch finden sich auf etwa zwei Drittel des Platzes Zeitzeugenberichte für die 50 Jahre von 1966 bis 2016, für die wir die Söhne Walter und Wilhelm des von 1948 bis 1974 wirkenden Pfarrers Wilhelm Gröne ebenso gewinnen konnten wie die Pfarrer Ulrich Holtkamp (1974 bis 2001) und Ralf Steiner, der unsere Gemeinde seit dem Jahr 2001 begleitet. Über ihr Wirken in ihrer Gemeinde berichten weiterhin die vormaligen Presbyter Edith Allwardt, August-Wilhelm König und Gerhard Reckefuß.

Die beiden Pastorensöhne Gröne sind auch in Sachen Historia in Exter keine Unbekannten. Bereits zum 300-jährigen Jubiläum legten sie eine Chronik vor, in der sie ausführlich die Entstehung der Kirchengemeinde Exter schilderten. Dieses Werk haben wir gerne in unser neues Buch »350 Jahre Kirche in Exter « übernommen. So manches Original-Exemplar ging verloren und vielen Neubürgern können wir so einen Einblick in vergangene Zeiten bieten.

Aktiv gestalten wir den heutigen der drei Jubiläumstage mit der Präsentation »Früher war alles anders«. An diesem historischen Abend mit musikalischer Begleitung durch den Autoharp-Spieler Alexandre Zindel »erzählt» der Exteraner Kirchturm davon, was er in seinem langen Leben gesehen, erlebt und gehört hat, er wird unterstützt mit Bildern, Spielszenen und Interviews mit Zeitzeugen. Diese Vorstellung wird nicht in der Vergangenheit verschwinden, vorgesehen ist die Herausgabe einer DVD zu einem Dorfereignis, das seit nahezu 25 Jahren am 3. Advent an der Grundschule Exter stattfindet, dem Weihnachtsmarkt der Vereine in Exter.



Unser Zelt und unser Memory-Spiel auf der Uffelner Meile Bild: (oben) So gegen 10:45 Uhr stehen wir in den Startlöchern und harren der Besucher, die da kommen werden. (unten) Ein Beispiel für einige der Bilderkarten zu unserem »Vlotho-Memory historisch«, mal schauen, was sich daraus entwickeln lässt.

3. Juli 2016 »Uffelner Meile 2016«: Übers Wetter wollte der Chronist in diesem Jahr nicht plaudern, auch wenn man an die gleichnamige Veranstaltung von 2013 denkt, die wirklich ins Wasser fiel. In diesem Jahr haben sich die Uffelner alle erdenkliche Mühe gegeben, bis etwa 16:00 Uhr ist alles o. k. Es ist angenehm temperiert, es flanieren ab der Mittagszeit viele Besucher die Meile entlang. Unser Memory-Spiel kommt gut an.

Es sind acht Bilderpaare zusammenzuführen, worin erwartungsgemäß die jüngeren Besucher die Favoriten sind. Bestzeit sind 46 Sekunden (Limit eine Minute) und Lohn für die Mühe ist was Süßes. Alles gut und zum genannten Zeitpunkt sorgte Petrus für ein reinigendes Bad der Meile, es wäre vielleicht angenehmer gewesen, er hätte mit seinem Sturzregen noch eine Stunde gewartet! Aber egal ... hat mal wieder Spaß gemacht ...!



9. Juni 2016 Der Weg zur »Exter-Tour für Kinder« war lang. Konnte im Jahr 2014 die Exter für Große Füße eingeweiht werden, dürfen wir heute die Arbeiten am Projekt für die Kleinen als insgesamt erfolgreich abgeschlossen betrachten. Im Arbeitskreis Dorfentwicklung Exter wurde eine Idee geboren, an deren Verwirklichung die Geschichtswerkstatt beteiligt war. Die Tour für Kinder wurde in einem Team mit pädagogischer Unterstützung realisiert, die technischen Belange wie Gestaltung und Produktion eines Begleitheftes waren ebenso in guten Händen. Hoffen wir auf gutes Wetter für alle, die auf beiden Wanderwegen unterwegs sind bzw. sein werden und akzeptieren wir die Regentropfen bei der heutigen Einweihung als Freudentränen, als gutes Omen ...!


Pastor Steiner (2.v.l, daneben der Referent) Ein akurat geführtes Personenstandsverzeichnis

Bilder: Links: Auf zum Probelauf! Auf dem Weg zum »Grünen Klassenzimmer«: am Schulhof der Grundschule in Exter sind die Schüler der Jahrgangsklassen 3a und 3b. Rechts: Der Startschnitt ist gefallen (Schere vs. Absperrband), es geht los. Mit dabei sind neben dem Schulleiter das Team, dass das Projekt auf den Weg gebracht hat sowie Vertreter der Sponsoren, die es ermöglichten.

An dieser Stelle soll wiederholt werden, dass dieses Projekt nur durch das ehrenamtliche Engagement exterscher Bürger verwirklicht werden konnte, wie unser Bürgermeister Rocco Wilken mit seinen Eröffnungsworten ausdrücklich unterstrich.



6. Juni 2016 Heute sind wir Gast in den Räumen der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Exter. Anlass ist die öffentliche Vorstellung der Vollendung eines Projektes, mit dem schon lange vor unserer Gründung begonnen wurde: Wir sind in der glücklichen Lage, dass soweit feststellbar in unserer Gemeinde alle Personenstandsbücher seit Gründung im Jahr 1666 noch zugänglich sind. Das muss nicht heißen, dass von den Pastoren früher immer alles wirklich genau eingetragen wurde..., nehmen wir es einmal an.

Gesprächsrunde im Gemeindehaus Exter Bild: Im Bild Pastor Ralf Steiner (2. v. l.) und Wolfgang Günther (2. v. r.)

Wolfgang Günther, der kommissarische Leiter des Landeskirchenlichen Archivs in Bielefeld-Bethel stellt sein Institut vor und informiert über dessen Aufgaben. Dort ist es möglich, in unsere in der Zwischenzeit digitalisierten originalen Kirchenbücher Einsicht zu nehmen. Wir konnten vor kurzem die Arbeit an früheren Bemühungen zu ihrer besseren Nutzung abschließen. Nicht alle unserer Pastoren durch die Jahrhunderte hindurch waren Meister der Schönschrift. Hinzu kommt, dass es ein langer Weg von den im 17. Jahrhundert gebrauchten Schriften bis zu unserer heutigen allgemein verwendeten Druckschrift für wichtige Dokumente war. Im Zusammenhang damit möchten wir posthum den Exteranern Hans Kindermann und seinem Bruder danken, die wichtigen Vorarbeit leisteten. Einen großen Anteil an diesem Projekt leistete unser verstorbenes Mitglied Hauptfleisch, der nach seiner Pensionierung als Studiendirektor die Arbeit daran unter Beachtung heutiger Methoden zur schriftlichen Niederlegung solcher Inhalte fortsetzte.

Diese Manuskripte wurden weiter bearbeitet bis heute für die Zeit von 1666 bis 1847 Personenstandsdaten in Klarschrift und im Umfang von etwa 18 MB als PDF-Dateien vorliegen. Angesichts heutiger Datenmengen in allen Bereichen hört sich das nach nun besonders viel an. Gedruckt umfassen die generierten Tabellen, die elektronisch durchsucht werden können, nahezu 1000 DIN-A-4-Seiten!

Gesprächsrunde im Gemeindehaus Exter

Bild: Doppelseite aus einem Kirchenbuch aus dem 19. Jahrhundert. Nicht immer wurden die Einträge so übersichtlich und gut erfassbar vorgenommen, besonders in den Jahrhunderten davor.

Dass augenblicklich »nur« der o. a. Zeitraum erfasst ist, hängt auch mit gesetzlich geregelten Fristen zusammen, die bei Personendaten zu beachten sind. Darauf soll hier aber nicht im Detail eingegangen werden. Das von uns nun abgeschlossene Projekt erleichtert die Forschung in unserer Kirchengemeinde. Inwieweit das organisatorisch zu realisieren ist, wird mit der Kirchengemeinde Exter noch besprochen, die letztlich die Eigentümerin der Dokumente ist, die sicher verwahrt im LkA Bielefeld liegen. Und das ist wichtig auch deshalb, weil mancher unserer Pastoren direkt oder zwischen den Zeilen so manches Stückchen vergangener Ortsgeschichte aufgezeichnet hat.



16. Mai 2016 »Alle Jahre wieder ...« heißt es auch zum heutigen Pfingst-Montag: Zum Deutschen Mühlentag ist unsere Windmühle in Exter wieder geöffnet. Eigentlich wollte der Chronist sich zum Wetter an einem Veranstaltungstag nur noch spärlich äußern, doch heute ist es mehr als kühl. Trotz drohender Regenwolken tröpfelt es aber nur ab und zu etwas. Ab etwa vierzehn Uhr stellt sich dann auch der erwartete Besuch ein. Viele bekannte Gesichter, nette Gespräche, neue Informationen und Anregungen für uns, leckerer Kuchen aus dem Mühlen-Backhaus und heißer Kaffee finden ihre Abnehmer. Das Essbare war dann auch bald ausverkauft. Guten Absatz fand unser neues Buch von Hans-Peter Märgner zur Flüchtlingssituation nach dem Zweiten Weltkrieg »Wohin der Weg sie führte ...«. Und einer Besucherin konnten wir mit der korrekten Antwort auf ihre Frage nach dem einstigen Besitzer einer versteckten Villa in Vlotho helfen.

Gesprächsrunde im Vereinsheim der SGEE 2. Mai 2016 Ein netter Abend heute abend. Vier Gäste vom Heimat- und Geschichtsverein im heutigen Bielefelder Stadtteil Altenhagen lauschen mit einem runden Dutzend unserer Stammgäste, was der pensionierte Schmiedemeister Hense aus unserem Nachbarort Wüsten von seiner früheren Arbeit zu erzählen weiß. Mitgebracht hat er heute den von ihm vor kurzem fertiggestellten Nachbau der Himmelsscheibe von Nebra. - Spontan beschließen wir, mit unserer Plattdeutsch-Runde das kleine und feine Privatmuseum demnächst zu besuchen. Herr Hense zeigt dort in seinem ehemaligen noch komplett eingerichteten Handwerksbetrieb Werkzeuge, die zum Teil über 200 Jahre alt sind und viele Exponate landwirtschaftlichen Geräts in einer separaten Ausstellung. - Nebenbei bemerkt: Viel »Platt gekürt« wurde nicht ...


Ehrenurkunde und -nadel vom Verein Windmühle Exter Bild: Urkunde und die silberne Ehren-Nadel als Anerkennung für unser Engagement (letztere ist vergrößert dargestellt). Das Bild der Mühle beruht auf einer zeichnerischen Darstellung des verstorbenen Bruno Wanglers, der als Flüchtling nach dem II. Weltkrieg in Exter Fuß fasste und von dem in vielen Häusern Zeichnungen mit Motiven aus dem Ort zu finden sind.

29. April 2016 Mit dem »Verein Windmühle Exter« verbindet uns eine besondere Freundschaft. Das liegt sicher auch daran, dass wir schon in den Anfängen unserer Arbeit dieses Bauwerk als lohnendes Ziel ortsgeschichtlicher Forschungen hatten. Heute ist Exter ohne dieses weithin sichtbare Wahrzeichen nicht mehr denkbar. Als seinerzeit der heutige Verein ins Leben gerufen wurde, waren auch einige der bei uns besonders Aktiven als Gründungsmitglieder vertreten. Auf der heutigen Mitgliederversammlung werden zum ersten Mal Anerkennungsurkunden für aktives Mitmachen verliehen. Die Geschichtswerkstatt Exter gehört mit in diesen Kreis, denn als Körperschaft ist auch uns die Mitgliedschaft möglich. Wir freuen uns, wenn der augenblickliche Elan der Mühlenfreunde erhalten bleibt, die Zeichen sind günstig. So fand vor einigen Wochen in der Anlage eine Hochzeitsmesse statt. Passt auch irgendwie, denn seitdem in der Mühle eine offizielle Zweigstelle des Standesamtes Vlotho eingerichtet wurde, haben über 150 Paare ihren gemeinsamen Weg durchs Leben besiegeln lassen. Weitere Veranstaltungen auch zu anderen Themen dürften folgen. Und die obligaten Veranstaltungen zum Mühlentag (Pfingstmontag) und zum Erntefest im Herbst gehören mittlerweile zu den besonders wichtigen Events im Dorf.

Aufmerksame Besucher im Vereinsheim der Sportgemeinschaft Exter Bild:»Volles Haus« würde man im Theater sagen, alle Plätze sind besetzt.

25. April 2016 Es brauchte seine Zeit und es hat sich gelohnt: Hans-Peter Märgner stellt heute sein Buch vor. Er beginnt mit einer straffgefassten Übersicht über die historische Entwicklung in Ost-Europa. im Anschluss schildert er die Situation der Flüchtlinge und Vertriebenen, die vor etwa 70 Jahren aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten kamen. »Wohin der Weg sie führte ...« (so heißt das Werk), war ungewiss. Ob sie am Ziel mancher Irrfahrt wirklich eine neue Heimat fanden, wusste niemand. Der Autor berichtet, was seine Schwester und er auf ihrem Weg erlebt haben. Weitere Berichte von Schicksalsgenossen und auch Einheimischen öffnen den Blick und das Verständnis der Situation aller, die von den Ereignissen betroffen waren. - In der anschließenden Diskussion zwischen Alteingesessenen und damaligen Neuankömmligen hatten beide Seiten noch einmal Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch.

7. März 2016 Heute ist etwas mehr los als sonst ohnehin. Insgesamt 20 Teilnehmer schnacken in großer Runde platt- und hochdeutsch. Frau Schwarzes Artikel in der Vlothoer Zeitung, vor ein paar Tagen erschienen, hat wohl mehr als das übliche Etwa-Dutzend vom Sofa geholt. Schwierig ist es, den roten Faden nicht zu verlieren. Dennoch, die rege Beteiligung macht auch Spaß. Ah ja, fast übersehen: Thema heute »Noahberskop« ...

Bild: 1975 - Das alte Vlothoer Lagerhaus am Weserhafen Auf dem Gelände des alten Amtshofes Vlotho

17. Februar 2016 Einen Programmbeitrag zu den Winter-Dorfabenden im Nachbarort Wehrendorf leisten wir immer wieder gerne. Auch dieses Mal können wir vor fast vollbesetztem Saal Dorf- und Ortsgeschichte präsentieren. Heute zeigen wir Bilder des vor kurzem verstorbenen Hobby-Fotografen Willi Saak aus dem Ort. Schwerpunkt sind die frühen 1970er Jahre. Wir haben hunderte von Dias digitalisiert, die auch für unsere Veröfentlichungen eine Bereicherung sind. Zwei Serien sind besonders aufschlussreich: In einer ist der damalige Verlauf der heutigen durch den Ort führenden »Wehrendorfer Straße« dokumentiert. Die wichtige, ins Nordlippische führende Straße wurde damals an die veränderte Verkehrssituation angepasst. Die zweite zeigt, wie es früher in Vlotho auf dem Gelände aussah, über das die heute die L778 verläuft. Ortsgeschichte pur ...

8. Februar 2016 Aufmerksame Besucher in Bad Senkelteich »Auswandern ins Gelobte Land Amerika« das war Mitte des 19. Jahrhunderts für viele Menschen in unserer Region die einzige Chance für ein menschenwürdiges Leben. Hauptursachen waren die industrielle Entwicklung, die vielen Heuerlingen ihr bitter notwendiges Zubrot durch Flachs- und Leinenverarbeitung nahm und extreme Missernten, verursacht durch die Krautfäule. Wolfgang Silger vom Kommunalarchiv Herford hat sich diesem spannenden Thema intensiv gewidmet und informiert uns heute in Bad Senkelteich. Ganz so einfach war es nicht, auf die Reise zu gehen. Die Auswanderer brauchten die Erlaubnis der preußischen Obrigkeit, verloren das, was man heute Staatsbürgerschaft nennt. Sie ließen nicht nur nahezu alles hinter sich und viele verschuldeten sich hoch, um sich und ihrer Familie die teure und monatelange Schiffsreise zu ermöglichen. So ungewiss wie das letztendliche örtliche Ziel war ihre gesamte Zunkunft.


30. Januar 2016 Ein Blick zurück, heute auf den 27. Januar 1997: Nach zweijährigen Vorarbeiten gemeinsam mit dem Filmemacher Norbert Kaase aus Kirchlengern/Bünde, präsentierten wir im Vlothoer Stadtsaal »Lilo« unsere erste Filmproduktion. »Zucker, Bier und Bimmelbahn« ist ein tiefer Griff in die Kiste mit der Geschichte unserer Stadt Vlotho und unseren Ortsteil Exter.
Heute zeigen wir diese Dokumentation auf dem Treffen der »Landfrauen Vlotho« im Bonneberger Hof. Erinnerungen werden wach, an die »Disco Liberty«, die Kleinbahn, den Vlothoer Hafen, Paul Kopsmeyer, Betreiber des Gasthauses »Weserlust« und vieles andere ... Hier gibt' eine kleine Kostprobe.

11. Januar 2016 Die plattdeutsche Runde befasst sich heute unter dem Thema »Danz up de Deel« mit der Problematik in einer weitgehend pietistisch ausgerichteten Gesellschaft einen passenden Partner für das Leben zu finden. Tanzen war Sünde, man ging in den christlichen Verein (CVJM), traf sich auf dem Bünder Missionsfest oder sah sich bei einem Familienfest. An der Weser in Melbergen kannte man den »Achter« ein überlieferter Tanz, den jugendliche Erwachsene in Tracht ausführten. Hier gab es also eine Tanzkultur.

Ab den 1950er Jahren gab es Tanzlokale wie Wegeners Tenne, die Wilhelmshöhe in Bünde wo an jedem Wochenende live Musik gespielt wurde und in jedem Ort im Sommer große »Lakenfeste« veranstaltet von Feuerwehr oder Reiterverein, es gab Tanzmöglichkeiten nach Herzenslust, berichten die anwesenden 13 Teilnehmer.

Als besonderes »Schmankerl« trägt Helmut Detering ein selbstverfasstes plattdeutsches Gedicht zum Weihnachtsmarkt in Exter vor, in dem er auch uns erwähnt:

»Bui de Geschichtswerkstatt gaff't hennige Bäuker, wat dor inne stöht, makt us kläuker,
dorin gafft teo lesen, wie dat früher seo was wesen.


1. Januar 2016 Ein neues Jahr liegt vor uns ... Mal schauen, was es uns bringt, auf jeden Fall mit dem 29. Februar einen Tag mehr!