Exter: Im Ortszentrum (2004)
Das war "Neues von der Geschichtswerkstatt ..." im Jahr 2010



20. Dezember 2010 Freitag, den 17. Dezember, starb Marianne Steinmann, Verfasserin unseres Beitrages zur Ortsgeschichte "Eberhard Delius - Pfarrer in Valdorf", und auch Autorin und einer der Mittelpunkte des im Februar erschienenen Buches "Die Orgelbauer von Wehrendorf". Es ist gut, dass mit unserer Hilfe die Erinnerung an sie ein klein wenig über Vlotho hinaus aufrecht erhalten wird.

Der Verkaufsstand des Creativ-Kreises im Mühlenverein 12. Dezember 2010 Seit fünfzehn Jahren ist in Exter der 3. Advent der Weihnachtsmarkt an der Grundschule ein Jahresabschluss. Was gibt es zum aktuellen, dem 16. zu erzählen? Wir sind von Anfang an dabei. Es ist alles wie gehabt, das Programm steht weitgehend fest, Änderungen und Ergänzungen sind Detailsache. Das Wetter ist mehr oder weniger winterlich. Man trinkt an unserem Stand Apfelglühwein (auf Wunsch verfeinert mit Calvados). Wir stellen unsere Neuigkeiten vor. Am Abend bauen wir unseren Stand ab, die Standeinrichtung, wird verstaut, bis zum nächsten Jahr. Wir ziehen Bilanz. Also wie immer und heute zum 16. Mal (habe ich das schon erwähnt?).

Bild: Bilder vom Treiben auf Weihnachtsmärkten in Exter haben wir hier schon viele eingestellt. Heute gehen wir ins Detail: Er ist seit einigen Jahren mit von der Partie, der Creativ-Kreis im Mühlenverein, der hübsche Dinge zum Anschauen und anderes zum Besten der Mühle anbietet. Die Schneemanngruppe rechts im Bild sei am Abend verschwunden, hört man ... Haben sich die Jungs aus dem Staub gemacht oder eher ihre Liebhaber gefunden (was verständlicher wäre)?

Was soll faszinierend sein an solchen Wiederholungen? Früher gab es den Dorfbrunnen, an dem man sich traf. Auf dem Weihnachtsmarkt sieht man sich heute anders als beim täglichen Einkauf im Markt Im Königsfeld oder im Lebensmittelmarkt an der Detmolder Straße, ab und zu tauchen neue Gesichter auf, in der Zwischenzeit Zugezogene sind es, die an der Dorfgemeinschaft teilnehmen. Sie sind willkommen, doch dauert es häufig seine Zeit, bis man sich eingegliedert hat. Heuzutage ist eine Veranstaltung wie ein kleiner aber feiner Weihnachtsmarkt Gelegenheit zum Austausch. Eines fällt dem Chronisten in diesem Jahr besonders auf: Viele der Leute, die als Teenies in den ersten Jahren mit dabei waren, zeigen nun als Eltern ihren Kindern den Weihnachtsmarkt im Dorf.

Im Treffpunkt 6. Dezember 2010 Heute findet unser letztes Treffen in diesem Jahr statt, und wir erzählen etwas über unsere Arbeit hinter den Kulissen. Anlass sind die Bücher und Unterlagen, die im Bild weiter unten zu sehen sind. Sie sind grob sortiert, das ist bisher aber auch schon alles, und wir haben noch weiteres Archivgut, das auf Bearbeitung wartet. Solche Ressourcen sind die Grundlage unserer Arbeit, denn ohne ein Archiv geht nichts.

Bild: Wer unsere Neuigkeiten aufmerksam verfolgt, dem wird die Bildtafel im Hintergrund bekannt vorkommen. In den Notizen zum 29. Mai 2010 ist erläutert, was sie darstellt. Der Verwahrer hat sie uns zur weiteren Aufbewahrung übergeben.

Wenn Dokumente, die wir zur Einsichtnahme bekommen haben, auf Eignung für unsere Belange durchgesehen sind, muss weitere Arbeit geleistet werden. Wir erhielten neben verschiedenen Büchern alte Zeitungsausschnitte, Fotografien, Vertragsdokumente und vieles andere. Was geschieht weiter? Bücher werden in unserem Literaturverzeichnis erfasst, Fotos digitalisiert, auf Inhalte geprüft. Für Reproduktionszwecke werden die Dateien bei Bedarf weiter bearbeitet, d. h. retuschiert, wo es erforderlich restauriert. Wir werten Zeitungsausschnitte mit Notiz von Stichworten für unsere digitale Registratur aus, was auch für Briefe, Hausakten, Gerichtsakten u. v. a. m. gilt. Es ist zwar schön, wenn ein dichter Datenbestand zur Verfügung steht, doch muss auch gefunden werden, was man sucht. Die Technik hierfür ist heute erschwinglich und es gibt eigentlich nur einen Aspekt, der sich etwas hemmend auswirkt: Datenerfassung und -pflege ist zeitaufwändig. Und sie muss mit Systematik vorgenommen werden werden.

Nach Möglichkeit geben wir uns überlassene Unterlagen wieder zurück, weil wir kein Archiv im herkömmlichen Sinne unterhalten wollen und können. Mit den Unterlagen wie sie im nachstehenden Bild zu sehen sind, verhält sich das etwas anders. So musste ein professioneller Historiker Bestände auflösen, in denen auch enthalten war, was unsere Belange berührt. Ferner erhielten wir Werkstattbücher und sonstige Unterlagen einer Schusterwerkstatt, die nach dem Tod des Inhabers aufgelöst wurde oder uns wurde eine umfangreiche Sammlung aus Veröffentlichungen in der Lokalpresse überlassen, zurück reichend bis in die 1960er-Jahre. Wir übernehmen solche Dinge dann in unseren Bestand, wenn Untergang zu befürchten ist. Gegebenenfalls leiten wir sie nach Auswertung an ein geeignetes öffentliches Archiv weiter. Noch ein Wort zur Datensicherheit: Wir speichern solche Daten in dreifacher Ausfertigung (auf Festplatten in getrennten Systemen und kopieren regelmäßig um), manches sichern wir in Form von Papierkopien und Fotodrucken, wenn wir ein besonders wichtiges Original zurückgeben.

Im Treffpunkt Bild: Hier sind Unterlagen zu sehen, die auf die weitere Bearbeitung warten. Auf dem Seitenschrank hat nur ein Teil Platz. Ganz rechts eine erschreckende, aber auch beeindruckende Aufnahme von dem Brand, dessen Wüten die alte Krögermühle in Valdorf zum Opfer fiel. Menschen kamen nicht zu Schaden, das Gebäude ist in der Zwischenzeit saniert und der alte Anblick weitgehend wieder hergestellt.

So hat sich in den letzten Jahren ein recht umfangreicher Datenbestand angesammelt, aus dem wir gerne Informationen weitergegeben haben und auch weiterhin zu geben gedenken. Und das für einzelne Anfragen in "Rohform" oder auch aufgearbeitet in unseren Veröffentlichungen. Voraussetzung dafür ist, dass Dokumente wie beschrieben "verarbeitet" sind, was zeitbedingt nur in Ansätzen realisiert werden konnte. Wer uns dabei helfen will, ist willkommen; es ist eine ehrenamtliche Beschäftigung und aus praktischen Erwägungen sollten Helfer ohne weite Anreise (oder ganz einfach zu Fuß) erreichbar sein, damit die Zusammenarbeit gut funktioniert.

Heute abend stellen wir Neuzugänge aus den letzten Monaten vor, erläutern, was damit weiter geschieht und kommen zum "unterhaltsamen" Teil des Abends. Wir zeigen eine Auswahl aus den vielen Fotos, die uns in den letzten Monaten zukamen. Manche Überraschung verbirgt sich in den Sammlungen. Bilder vom verheerenden Hochwasser der Linnenbeeke in den 1930er Jahren, von der alten Molkerei in Valdorf, dem Autobahnbrückenbau 1938 an der Steinegge und viele andere Motive zur Ortsgeschichte, mit denen wir ggf. bestehende oder künftige Veröffentlichungen ergänzen können.

28. November 2010 Bei der letzten Sitzung des "Arbeitskreises Dorfentwicklung" (AKD) wurde der Entschluss gefasst, ein Projekt neu aufleben zu lassen, das der Kommunikation der örtlichen Vereine untereinander dienlich ist. Zur Vermeidung von Überschneidungen bei Veranstaltungen, was immer ein großes Problem ist, sollen die Termine der einzelnen Vereine gesammelt werden. Das ist an sich nicht so schwierig, hat aber den Nachteil, dass bei einer "Sammelstelle" immer nachgefragt werden muss, wie die Terminlage im Ort insgesamt aussieht. Wir haben deshalb den Vorschlag gemacht, dass die Geschichtswerkstatt in ihrem Internetauftritt eine Seite vorhält, auf der diese Daten jederzeit für jedermann zugänglich sind, also auch für die Einwohner und -innen. Im Zusammenarbeit mit dem AKD ist das ein vertretbarer Aufwand. Und deshalb gibt es seit heute diese Seite in unserem Internetauftritt: Service: Termine, von der PDF-Dokument mit den aktuellen Terminen geladen werden kann. Mal schauen, ob und wie das angenommen wird.

20. November 2010 Heute findet die "29. Konferenz zur Orts- und Regionalgeschichte" des Kreisheimatvereins Herford statt und wie bewährt ist das Biologiezentrum Bustedt der Treffpunkt. Das Hauptthema ist Die Geschichte der Deponie Laar, ein Thema aus der jüngeren Vergangenheit, dem auch im aktuell erscheinenden "Historischen Jahrbuch für den Kreis Herford 2011" ausreichend Raum gewidmet wird. Für weniger Ortskundige: Laar ist ein Ortsteil der Kreisstadt Herford, auch wir in Vlotho sind in diesem Landkreis zu finden. Einer der obligaten Arbeitskreise ist diesem Thema gewidmet.

Ein weiterer Arbeitskreise beschäftigt sich mit dem im nächsten Jahr in unserer Nachbarstadt Löhne stattfindenden neunten Kreisgeschichtsfest, für das die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen. Eines der "großen" Themen ist die Entwicklung der Küchenmöbelindustrie mit Schwerpunkt Löhne als Veranstaltungsort. Geplant ist u. a. eine Ausstellung in einem Glashaus. Wir werden mit dabei sein, wieder mit Spiel und Spaß rund um Regionalgeschichte. Und was Küchenmöbel angeht, da können wir auch mitreden, im kleinen Exter gab es in den besten Zeiten fünf Unternehmen mit Serienfabrikation. Hauptsache wird uns natürlich unsere mittlerweile scheinbare unverzichtbare Spielaktion sein.

Im dritten Arbeitskreis treffen sich Teilnehmer der Konferenz zur Diskussion zum Thema "Regionalgeschichte im Internet", in der einige regionale Angebote vorgestellt werden. Drehpunkt ist die Internetseite des Kreisheimatvereins, auf der sich interessierte Besucher über das regionalgeschichtliche Geschehen im Kreis Herford informieren können.

Geboten wird nach Mittagspause und anschließender Vorstellung der Diskussionsergebnisse der Arbeitskreise auch auf dem heutigen Treffen der Überraschungsfilm. In diesem Jahr wird weit in die Regionalgeschichte zurückgegriffen: Der Film dauert etwa 80 Minuten und fast ebenso viele Jahre ist es her, dass er 1931 zum ersten Male gezeigt wurde. - Besondere Bedeutung hat der Hinweis, dass im Film der Pickert erwähnt wird. Das ist eine ostwestfälisch-lippische Spezialität, eigentlich ein Arme-Leute-Essen. Genaueres erfährt man hier! Der aktuelle Bezug ist die Bitte des Kreisheimatvereins in die Runde, wer Erinnerungen mit dem Pickert verbindet, möge die Dezemberausgabe des regionalgeschichtlichen "HF-Magazins" um einen Artikel damit bereichern. -

3. November 2010 In der abendlichen Regionalsendung "Lokalzeit OWL" zeigt das WDR-Studio in Bielefeld aus Anlass des Erdfallvorkommens am gestrigen Tag einen fast 5-minütigen Filmbericht über den Vlothoer Einbruch am 16. Juni 1970. Im Zusammenhang müssen wir auf drei Dinge hinweisen: Interview-Gäste des Berichterstatters Thorsten Knape waren u. a. Hans-Peter Märgner (Vorstandsmitglied der Geschichtswerkstatt Exter) und Helmut Detering (auch unser Mitglied). Die Standfotos von Pressefotografin Ilse Graf zur Situation von 1970 stellte uns schon früher das Ehepaar Graf für unser Archiv zur Verfügung und wir freuen uns mit den "Grafen", dass unsere Anregung aufgenommen wurde, einige davon in den Bericht zu stellen.

Seitenzugriff-Zähler um 6:40 Uhr 2. November 2010 Das ist wirklich eine Überraschung: Bei der Kontrolle der Zugriffe auf unsere Seiten erstaunt das Ergebnis: Augenblicklich gelangen sieben von zehn Besuchern direkt auf die Seite mit unserem Artikel zu den Erdfällen im Bäderbereich Bad Seebruch und Bad Senkelteich im Vlothoer Stadtteil Valdorf. Besteht da ein Zusammenhang mit dem Erdfall von Schmalkalden am 1. November 2010? Nun, so etwas hatten wir in der damaligen Gemeinde Valdorf bei Bad Seebruch schon vor vierzig Jahren und auch damals gab es erfreulicherweise keinen Personenschaden. - Jetzt am Abend, der vorstehende Text entstand heute morgen, konzentrieren sich immer noch etwa 75 % aller Zugriffe auf unsere Seiten auf den Erdfall-Artikel. Auch das Studio OWL des WDR in Bielefeld zeigt Interesse an Text und Autor. Mal schauen, was daraus wird. Bei seinen Recherchen wurde der Redakteur von der Stadtverwaltung Vlotho auf uns aufmerksam gemacht. Übrigens steht uns zum "Jahrhundertereignis" rund um Bad Seebruch eine Fotoserie zur Verfügung, die wir bestimmt in absehbarer Zeit hier einstellen werden.

17. Oktober 2010 "Planet Westfalen 2010", hört sich das nicht verheißungsvoll an? So lautet das Motto, unter dem sich das Freilichtmuseum des LWL in Detmold noch bis zum Monatsende präsentiert. Elisabeth Petzholdt führt unsere Gruppe durch das Gelände, erzählt Geschichten von Menschen, Tieren und anderen Dingen, die hier zu sehen sind. "Alltagsgegenstände, spannende Exponate aus dem Magazin des Museums, Baustile und Dekore, Pflanzensorten und Tierarten verraten den Besuchern ihre wahre Herkunft ..." verspricht das Freilichtmuseum in der Werbung für die Aktion und zeigt, das auch unsere Vorfahren nicht isoliert gelebt haben. Wer heute nicht mit dabei ist, versäumt einiges.

13. Oktober 2010 Das muss hier auch erwähnt werden. Aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg (1618 - 1648) ist ein enorm wichtiges Kompendium erhalten geblieben: Das "Urbar der Grafschaft Ravensberg von 1556", das seinerzeit auf Veranlassung Wilhelms des Reichen von Kleve Jülich und Berg entstand. In Verbindung mit weiteren Auswertungen aus jener Zeit zeichnete der im heutigen Bielefelder Stadtteil Quelle geborene Karl W. Waldhecker eine maßstabsgerechte Karte, in die er rekonstruierte Standorte von Kirchen, Warttürmen, Gerichtsplätzen usw. einbrachte. Angaben zum Fürstbistum Minden und zur Grafschaft Lippe fanden ebenso ihren Platz. Nach mehreren Anfragen prüfen wir derzeit gemeinsam mit Herrn Waldhecker Möglichkeiten zur preiswerten Reproduktion dieser Karte im Überformat, die wir Interessierten zugänglich machen möchten.

11. Oktober 2010 Hier waren wir noch nicht: Im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Uffeln stellen wir ein Thema aus der Geschichte dieses Vlothoer Stadtteiles vor. Dirk Böckmann liest vor aus "... Opas Tagebuch". Grundlage dieses Beitrages zur Ortsgeschichte ist eines der "Tagebücher der westfälischen Bauern", die wichtig sind für das Verständnis dafür, wie früher die Leute auf dem Lande bzw. in kleinen Orten lebten. Sehr selten sind sie erhalten geblieben, obwohl in sicher nicht überschaubarer Zahl geführt.

Dirk Böckmann liest aus 'Opas Tagebuch'vor Bild:Dirk Böckmann aus Porta Westfalica liest aus dem Tagebuch seines Großvaters vor.

Wilhelm Böckmann aus Stedefreund, um dessen Tagebücher es geht, lebte von 1932 bis 1941 auf Uffeln Nr. 5, einem der Urhöfe der damals noch zum Kreis Minden gehörenden Gemeinde Uffeln. Neun Jahre sind eine kurze Zeitspanne, nach der er mitsamt Familie aus Uffeln wieder fort musste. Grund war der immer weiter vordringende Kiesabbau, der immer mehr landwirtschaftliche Fläche verschlang. Neue Heimat hätte Lassahn in Mecklenburg werden können, doch die Umstände verschlugen Wilhelm Böckmann wieder nach Uffeln, wo er seinen Lebensabend verbrachte. Kern des "Beitrags zur Ortsgeschichte - Uffeln Nr. 5" sind die Aufzeichnungen aus der Zeit auf diesem Hof.

Dirk Böckmann hat einige charakteristische Einträge zusammengestellt und so erfahren wir unmittelbar aus der Schreibfeder eines vergangenen Zeitzeugen, wie man hierzulande lebte. Manches war nicht erwartet. Die Menschen waren mobiler als wir heute vermuten. Sie bedienten sich dabei der drei F (Füße, Fahrrad, Fuhrwerk, letzteres jedoch seltener). Später nutzte man die Bahn, noch später das Kraftfahrzeug. Im konkreten Fall ging es bis Schildesche (heute Teil von Bielefeld) oder auch Stedefreund, der alten Heimat. Weiter erfahren wir, dass Wetterverhältnisse wie Eiseskälte und extremer Niederschlag kein Zeichen unserer Zeit sind. Zur Kenntnis nehmen dürfen wir aber auch, dass 1937 für einen "elektrischen Besen" das kleine Vermögen von 64 Mark fällig war, was als Verkaufspreis für ein nicht sonderlich fettes Schwein erzielt wurde.

9. Oktober 2010 Wir haben Besuch. Ein ehedem in Herford stationierter Angehöriger der Britischen Rheinarmee arbeitet an einem Buch über die ab 1936 gebauten Herforder Kasernen, in denen seit Kriegsende noch immer Angehörige der englischen Streitkräfte untergebracht sind. Dazu gehört ein Kapitel über das Kriegsende in Herford mit näheren Angaben zum Einmarsch der US-Army an Ostern 1945. Der Autor war über verschiedene Quellen (u. a. auch unsere Veröffentlichung "Kriegsende in Exter") auf uns aufmerksam geworden.

Auf dem Volksbank-Parkplatz in Exter Bild: Links im Bild: Landhotel Ellermann in Exter, unser Besucher ist rechts im Bild zu sehen. In der damaligen Gastwirtschaft (mit Kolonialwarenhandlung und Bäckerei, wie auf dem Lande üblich) schlug die X. Panzerdivision vorübergehend ihr HQ auf. Kurz zuvor hatten sich angesichts der heranziehenden US-Army einige der örtlichen Parteigrößen emsig bemüht, verfängliche Unterlagen im Backofen zu entsorgen.

Auf der Spurensuche an verschiedenen Schauplätzen u. a. dem der ehemaligen Flakstellung an der Steinegge konnten wir zusätzlich ein Gespräch mit einem damals 15jährigen Zeitzeugen vermitteln. Unklar ist unserem Besucher, dass in einem ihm vorliegenden Bericht der US-Army von 100 gefangenen und 33 getöteten Deutschen zu lesen ist, wir aber nur von vier gefallenen Besatzungsmitgliedern der Flakstellung wissen, die damals auf dem Friedhof in Exter beerdigt wurden. Die Angaben sind andererseits nicht so angelegt, dass sie sich einwandfrei nicht nur auf die Flakstellung beziehen. Wer unserer Seitenbesucher etwas dazu mitteilen kann, möge sich melden, wir leiten es gerne weiter. Dafür schon vorab ein dickes Danke.

26. September 2010 Heute ist Mühlenfest in Exter, unsere Windmühle feiert ihren 160. Geburtstag, ein weiterer Anlass ist das schon traditionelle Erntefest (eine Woche vor den kirchlichen Veranstaltungen, damit das hier auf dem Dorfe sich nicht überschneidet). Der Mühlenverein hatte anläßlich der abgeschlossenen Sanierung der Windmühle ein Marathon-Wochenende organisiert. Am Freitag war offizieller Sponsorentreff (regnerisch), am Sonnabend folgte ein gemütlicher Abend mit Freunden und Mitgliedern des Vereins (regnerisch, kühl) und dem heutigen Tag sah man mit Bangen entgegen. (Entschuldigung, wenn es wieder auch ums Wetter geht, aber das muss jetzt raus)

Nostalgie pur - eine alte Dreschmaschine Bild: Im Bild einmal nicht die Mühle, die finden Sie hier!
Und eine schöne alte Dreschmaschine hat doch auch was.


Es schüttet sozusagen aus Eimern (so nannte man früher, was heute Starkregen heißt), wie vom Wetterbericht vorhergesagt. Nur in Ostwestfalen nicht ... Und um uns herum ist Ostwestfalen. Der Vormittag ist trüb, gegen Mittag hellt es auf, die Sonne schiebt sich durch die Wolken, alle sind zufrieden.

Über den Ablauf ist zu unserem Anliegen zu erzählen, dass wir in unserer Publikationsreihe das neue Buch "Windmühle Exter" vorstellen. In diesem Werk (siehe Link zur Abbildung) haben wir im ersten Kapitel das verwirklicht, was wir in über zwanzig Jahres unseres Bestehens nicht geschafft hatten: Wir haben die Geschichte unseres Ortes aufgeschrieben (so ausführlich wie nötig und so knapp wie möglich).

Der Wind lässt uns übrigens im Stich, glücklicherweise können wir mit Laptop und Beamer zeigen, wie unsere Mühle aussieht, wenn sich die Flügel drehen.

Vlotho Lange Straße 93 - Aktion 2010: Wir machen Vlotho 22. September 2010 Leerstände im Einzelhandel sind ein großes Problem, wenn es um die Nahversorgung geht . Es berührt große Städte empfindlich bis schmerzhaft, und kleine Städte wie Vlotho besonders. Das ist häufig der Fall, wenn bislang inhabergeführte Geschäfte trotz Kundenabwanderung noch ein vernünftiges Angebot bereithielten. Mancher Inhaber gibt schon vor dem Ruhestand auf, überdies fehlt es häufig an einer Nachfolge. Ist sie potenziell vorhanden, sieht sie oft keine Perspektiven. Es fehlt allerdings nicht an Versuchen von seiten der Stadtverwaltung, hier unterstützend tätig zu sein.

Bilder: Es gab technische Schwierigkeiten mit zeitnahen Fotos zu unserer Beteiligung, aber die nachträglich aufgenommene Außenansicht eines kleinen Fachwerkhauses hat auch was. Außerdem bieten wir für ortsfremde Besucher einen Blick in die (regennasse) Lange Straße, rechterhand befindet sich der Sommerfelder Platz (mit Zelt im Randbereich), der nach der polnischen Partnerstadt Lubsko benannt wurde, die seinerzeit Sommerfeld hieß. Das "Vlotho-Kino" ist am linken Bildrand vorne zu sehen.

Vlotho Lange Straße - Aktion 2010: Wir machen Vlotho Zu solchen Bemühungen, darauf aufmerksam zu machen, dass auch der "Laden vor Ort" etwas zu bieten hat, zitieren wir die aktuelle homepage der Stadt Vlotho: "Wir machen Vlotho ....!Logobögen Veranstaltungsreihe zur Innenstadtentwicklung im Rahmen von "Ab in die Mitte - Die Cityoffensive NRW !" Bereits im 11. Jahr fördert und initiiert das Land Nordrhein-Westfalen innovative Entwicklungsstrategien für die nordrhein-westfälischen Innenstädte. Einvernehmlich würdigt die Jury im Dezember 2009 den Projektantrag der Stadt Vlotho, der den Anforderungen der Wettbewerbsausschreibungen in beträchtlichem Umfang gerecht wird. Das Projekt "Wir machen Vlotho!" versteht sich als Mobilisierungskampagne. Ziel ist vor allem, innerstädtische Investitionen auszulösen

In diesem Jahr beteiligen wir uns erneut mit der Aktion "Vlotho-Kino". Eine gute Entscheidung, unser Filmangebot wird angenommen. In einem vollen Haus lassen an die 40 Vlothoer unsere drei Filme an sich vorbeziehen. Es sind zwei Stunden Stadt-Kino, die in manchem älteren Besucher Nostalgie hervorrufen, jüngeren und Neueinwohnern zeigen wir so, wie manche Ecke in der Weserstadt einmal ausgesehen hat, als Vlotho als Einkaufsziel noch so richtig angenommen wurde. Pausen lassen Zeit zum Luftholen. Sowas machen wir sicher nochmal ...

Zwischenhalt am Glimkebach an der ehemaligen Mühle Sparbrod 12. September 2010 Gemeinsam mit Mitgliedern des Lippischen Heimatbundes wandeln wir heute auf den Spuren mittelalterlicher Salzkärrner auf dem alten Frankfurt-Bremer-Weg. Stilecht geht es los in der alten Salzstadt, mit Planwagen für Getränke und "Fußkranke" (falls es dazu kommt). Insgesamt 10 km misst die Strecke. Damit der Weg vom Salzhof in Bad Salzuflen bis zum Vlothoer Stadtteil Valdorf auf die Horst genannte Gemarkung nicht langweilig wird, haben wir vielerlei Geschichte(n) zusammengestellt.

Von alten Wachttürmen und Stationen ist zu erzählen, Wind- und Wassermühle, einem altgermanischen Haus und der Grenze zwischen den Grafschaften Ravensberg und Lippe, sorry, zwischen Preußen und dem Fürstentum Lippe, äh, dem Kreisen Herford und Lippe, egal, es war eine Grenze durch die Jahrhunderte hindurch, die hier am Glimkebach verlief. Kein Wunder, wenn Schmuggler auf den Plan treten, die das weiße Gold, das (billigere) Lippische Salz ins Preußische brachten. Dazu erfahren die Teilnehmern etwas und vom alten Zollhaus mit dem pfiffigen Zöllner.

Schließlich am Ziel angelangt, berichten wir von vergangener Gastronomie in Valdorf ("Deutsches Haus") und ehemaliger Möglichkeit von Geselligkeit ("Goethepavillon"). Nicht zu vergessen ist der Horststein, ein Tuffstein, der früher als leichtes und gut verwertbares natürliches Baumaterial heiß begehrt war. Vor vielen Jahren wurde hier sogar vier Jahrzehnte hindurch Markt gehalten.

Weil alle vom Wetter reden, tun wir das auch: Den Wetterbericht aufmerksam verfolgend verlassen wir uns darauf, dass da oben jemand mit uns ein Einsehen hat und (wie schon am 11. April angemerkt) zumindest nur trockene Wolken am Himmel hin und her schiebt, die ab und an die Sonne freigeben. Es funktioniert; erst am späten Nachmittag tröpfelt es verhalten (zumindest in unserer Gegend), aber da waren die Teilnehmer der Wanderung sicher längst zu Hause, ein gelungener Tag.

Die Damen vom Frauenfrühstück der Ev. Kirchengemeinde Exter 26. August 2010 Wir dürfen netten Besuch in der Geschichtswerkstatt begrüßen: Die Damen vom Frauenfrühstück der Evangelischen Kirchengemeinde Exter beehren uns. Sie treffen sich regelmäßig zum zwanglosen Zusammensein, zum Frühstücken eben. Wir freuen uns, dass sie heute morgen die Geschichtswerkstatt auf ihren Plan gesetzt haben. Einige kennen uns schon näher, andere weniger und wir nehmen gerne die Gelegenheit wahr, unsere vielseitige Arbeit vorzustellen, die eigentlich eher hinter den Kulissen abläuft. Zum Abschluss greifen wir in unsere Bilderkiste (auf Festplatte) und zeigen neue und alte Ortsansichten aus Exter. Das rege Interesse lässt den Gedanken an einen speziellen Fotoabend aufkommen. Und wir nutzen die Gelegenheit zu dem Hinweis, das uns an älterem Fotomaterial, so vorhanden, immer gelegen ist.

15. August 2010 Um vorhersehbaren Terminschwierigkeiten zu entgehen, haben wir das Register zu unserer Sammelreihe "Beiträge zur Ortsgeschichte" schon jetzt fertiggestellt. Was die Abfolge der Veröffentlichungen angeht, ist das Jahr ohnehin abgeschlossen. Das Register kann hier heruntergeladen werden (ca. 400 KB), das neue Buch "Windmühle Exter" ist ab dem 26. September 2010 verfügbar.

Lindemanns Windmühle Exter - Morgen-Impression 12. August 2010 Noch sind es einige Wochen bis zum Erscheinen des neuen Buches zur Windmühle Lindemann. Zwischen dem Zeitpunkt, da die Daten an die Druckerei gehen und dem Vorliegen der ersten Auflage liegt ein fester Zeitraum, der berücksichtigt sein muss. Wir stellen auf der Startseite den neuen Titel vor und Auszüge aus den Inhalten ins Netz. Schau'n wir mal, wie sich dieses Gemeinschaftprojekt zwischen dem Verein Mühle Exter und uns entwickelt. Wir freuen uns schon ... Wir haben die Gelegenheit genutzt und die Geschichte unseres Ortes kurzgefasst als erstes Kapitel in das neue Buch eingebracht.* Dieses neue Buch kann auch in der Windmühle von Besuchern erworben werden und es sind sicher einige dabei, die Exter hauptsächlich aus Staumeldungen kennen. Nun denn, jetzt haben sie die Gelegenheit, eine Wissenslücke zu schließen.
*In der Geschichte der Geschichten finden Sie unter dem 12.08.2010 Gelegenheit zum Einstieg!

Gespannt folgen unsere Besucher den Ausführungen A.-W. Königs (vorne links) 9. August 2010 Heute abend treffen wir uns zu einem Thema, das sich mit zwei Worten kurz und bündig umschreiben lässt, hinter denen sich weit mehr verbirgt: "Ortschronik Exter". Aus den Händen des im Ruhestand lebenden Joachim Woldt, ehemals Leiter der Grundschule Exter, erhalten wir umfangreiche Unterlagen, die er seinerzeit von seinem Vorgänger Hugo Hüsing übernommen hatte. Dieser führte die Ortschronik der Gemeinde Exter, bis letztere 1969 im Zuge der damaligen Gemeindereform ihre Selbständigkeit verlor und in der Stadt Vlotho aufging. Herr Hüsing (bekannt als Heimat-Autor Fritz vom Solterberg) ließ es sich nicht nehmen, weiter zu sammeln. Und so kam im Laufe der Jahre ein beachtliches Kontingent zusammen an Zeitungsausschnitten, Vereinsfestschriften, Fotos und manchem anderen.

Bild: Gespannt folgen unsere Besucher den Ausführungen A.-W. Königs (links), der aus der Anleitung von AD Hohenstein zitiert.

Recht aufschlussreich ist eine Anleitung des vormaligen Amtsdirektors Hohenstein mit genauen Richtlinien für die mit der Führung Beauftragten. Der Ortschronist sei ein Beobachter des aktuellen Geschehens um ihn herum, der Subjektivität möglichst zu vermeiden habe. Das ergänzendes Material zu sammeln ist, wird explizit erwähnt.

Die vorliegenden Dokumente werden wir nun sichten und katalogisieren, damit sie nicht nur für uns besser erschließbar sind. Obwohl wir über ein beachtliches Orts-Archiv verfügen, lässt sich so noch manche Ergänzung finden. Unsere Besucher heute und alle weiteren Interessenten werden sich gedulden müssen, bis wir die ersten brauchbaren Ergebnisse präsentieren können, aber: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut (und Exter auch nicht) ...

7. Juni 2010 Vor einigen Jahren schon haben wir gemeinsam mit der heimischen Presse an den "Geschichte(n) am Wegesrand" gearbeitet. Solche Wege in die Vergangenheit sind immer spannend. Wie beispielsweise entstanden unsere Straßennamen und was bedeuten sie? Sie erzählen ihre eigenen Geschichten. Aussagen aus Bezeichnungen wie "Borlefzener Kirchweg" oder "Lange Straße" lassen sich einfach erschließen. Doch wie sieht es aus mit der "Johanne-Stelzer-Straße" oder der "Dr. Karl Großmann-Straße", die erste im Ortsteil Exter, die zweite in der Innenstadt. Sind die Menschen, an die und deren Werk erinnert werden soll, noch bekannt? Das Thema des heutigen Abends im "Treffpunkt Geschichtswerkstatt" ist die Fortführung des Projektes, mit dem Ortsgeschichte unmittelbar vermittelt werden kann. Packen wir's (wieder) an ...
Für Nicht-Vlothoer: Die Johanne-Stelzer-Straße bewahrt die Erinnerung an Exters Dorfhebamme, die in ihrem Arbeitsleben nahezu einer kompletten Dorfeinwohnerschaft ans Licht der Welt geholfen hat, als Hausgeburten noch an der Tagesordnung waren. Mit dem Lehrer und studierten Historiker Dr. Karl Grossmann verstarb 1981 der Mann, der u. a. mit den Werken "Geschichte der Stadt Vlotho" und "Geschichte der Gemeinde Valdorf" seine jahrelangen Studien der heimischen Historie sicherte.

Örtliche Prominenz 1971 anlässlich der Einweihung der Volksschule Exter 29. Mai 2010 Stadtfeuerwehrfest in Vlotho: In diesem Jahr findet es in Exter statt. Wir nehmen heute nachmittag teil und unterhalten die Besucher mit einem illustrierten Streifzug durch Exters Geschichte. Der Schwerpunkt sind historische Aufnahmen von der örtlichen FFW, die in diesem Jahr ihren 105. Geburtstag feiert.

Bild: Auch andere können mit historischen Bildern umgehen: Walter Dönch, ehemaliger Vorsitzender des Fußballclub FC Exter, hat eine großflächige Collage mit Karikaturen des Exteraners Bruno Wangler (+) von örtlichen Größen aus dem Jahr 1971 zusammengestellt. In jenem Jahr wurde der Sportplatz in Exter eingeweiht; die Konterfeis zeigen die damalige Prominenten-Elf.

Rund ums Gerätehaus stehen nicht nur Festzelte, auch die Einsatzfahrzeuge sind zu begutachten. Die Zahl der Besucher ist überschaubar, am Wetter liegt es nicht; die Sonne strahlt! Wünschen wir den Freiwilligen alles Gute für den Sonntag, zu dem der Wetterdienst nicht sehr positive Gerüchte verbreitet ...

Der Tag klingt aus mit letzten Aufräumungsarbeiten 24. Mai 2010 Pfingstmontag in Exter. Angesagt ist die Teilnahme am Deutschen Mühlentag 2010. Die Voraussetzungen sind ideal, was die Existenz einer Mühle und das Engagement der Organisatoren angeht. Der seit Tagen von allen Akteuren verfolgte Wettbericht ließ dagegen nichts Gutes vermuten. War der Pfingstsonntag ansprechend sonnig und trocken, regnete es nachts. Wir werden angenehm enttäuscht. Am Pfingstmontag ist das Gelände weitestgehend getrocknet.

Bild: Das Fest ist erfolgreich gewesen, aufgeräumt werden muss anschließend auch dann - Das Mühlenverein-Team im letzten Einsatz des Tages

Fazit:
Kiesteich rechts der Weser, hier lag ehemals der Krögerhof. 16. Mai 2010 2. Uffelner Meile ... Im rechts der Weser gelegenen Stadtteil Vlothos präsentieren sich entlang der Mindener Straße dort ansässige Gewerbebetriebe, u. a. die Ortsgruppen von THW und DRK und der WEZ-Markt (für Ortsunkundige: Weser-Einkaufs-Zentrum) ... und wir. Auf ein Foto von den Aktivitäten verzichten wir in dieser Notiz und zeigen den nahen Kiesteich, der indirekt eine wichtige Rolle im neuen "Beitrag zur Ortsgeschichte" spielt.

Für uns ist die diesjährige Uffelner Meile die Gelegenheit, unsere aktuelle, ortsspezifische Neuerscheinung "Uffeln Nr. 5 - ... aus Opas Tagebuch" vorzustellen. Das neue, 56 Seiten starke Heft beruht auf Aufzeichnungen in Tagebüchern des Hofeigentümers von 1932 bis 1941, eine jener seltenen Quellen, die für die heutige Erforschung der Geschichte vor Ort so wichtig sind, weil sie Zeitzeugenberichte in Reinkultur darstellen. Der Autor unserer aktuellen Veröffentlichung, Dirk Böckmann, hat als ein Enkel des Tagebuchschreibers eine Auswahl zusammengestellt, deren Schwerpunkt auf dem Geschehen rund um die Auflösung des Anwesens Anfang der 1940er-Jahre liegt. Er besucht uns in unserem Stand, den wir mit dem Bildmaterial aus diesem "Beitrag zur Ortsgeschichte" dekoriert haben.

Anfangs traute so mancher wohl dem Wetter nicht, das sich den Tag hindurch stabilisiert. Es bleibt trocken und sonnig und ganz so kühl (und windig) wie gegen 11:00 Uhr ist es bald auch nicht mehr. Im Laufe des Nachmittags finden sich immer mehr Uffelner ein, aber auch Auswärtige. Wir nutzen die Gelegenheit zu einem erneuten ortsgeschichtlichen Quizz, eine Aktion die immer wieder gut ankommt.

Die Herforder Kleinbahn (als elektrischer Triebwagen) auf dem Weg längs des Salzufler Stadtwaldes 19. April 2010 Das Bild zeigt nur einen Teil unserer mehr als 35 Besucher aus jeder Altersklasse. Solches Interesse war eigentlich zu erwarten. Wenn es um die Kleinbahn geht, die den Kreis Herford über 60 Jahre dem Personen- und Warenverkehr erschloss, spielt das Alter keine Rolle; wer sie noch erlebte, denkt vielleicht wehmütig zurück, und wer geboren wurde, als sie schon längst nicht mehr von Vlotho bis Wallenbrück fuhr, ist neugierig. Eisenbahnen, ob Klein- oder "Groß"-Bahn, haben etwas an sich, das jeden in seinen Bann zieht.

Zwei Stunden lang führt uns der Herforder Eisenbahnfreund Eberhard Sandmüller seine Computersimulation vor, mit besonderem Augenmerk auf die Strecke von Bad Salzuflen bis zum Vlothoer Weserhafen. Grundlage sind Stadt- und Schienenpläne für die Streckenführung und fotografische Ansichten von den Gebäuden, die die Strecke säumen. Für die an einem realen Vorbild orienterte Gestaltung des Umfeldes mit Landschaftsausstattung, Vegetation und Gebäuden brauchte unser Referent zweieinhalb Jahre. Zu dem, was fast noch wichtiger ist, notierte die Presse in der Ankündigung unserer Veranstaltung: "Ganz besonderen Dank, so Eberhard Sandmüller, gilt dem Konstrukteur und Erbauer der nostalgischen Fahrzeuge und der Gleis- und Oberleitung Gerd Traue aus Bad Sachsa. Auch Gerd Traue habe großen Anteil an dem Wiedererkennungswert dieser Computer-Simulation, die die Kleinbahn lebendig werden lässt." Beschreiben kann man die dreidimensionale Darbietung nur schlecht. Bestechend sind die Möglichkeiten eine Streckenfahrt mit modernem elektrischen Straßenbahnwagen oder nostalgisch puffender Dampflok darzustellen, im Überflug die Umgebung zu erkunden, eine Fahrt mit Aussicht aus dem Wagen zu erleben. Im Schnellgang zeigt Eberhard Sandmüller uns zum Abschluss die Streckenführung von Herford bis nach Wallenbrück, allerdings ohne Kleinbahn, aus der Vogelperspektive.

Die Vorführung dauert insgesamt etwa zwei Stunden, was in etwa der Zeit entspricht, die die Kleinbahn einst durch Bad Salzuflen und quer durch den Kreis Herford für die Bewältigung von etwa 40 km Schienenstrang brauchte (das waren zweieinhalb). Unsere Besucher verlassen die Veranstaltung mit einem guten Gefühl.

11. April 2010 Die meisten unser Exkursionen auf alten Wegen und Spuren standen unter einem guten Stern, soll heißen, Petrus war uns überwiegend wohlgesinnt. Und wenn es, wie heute, zwischendurch ein paar Tropfen regnet und der Herr über das Wetter merkt, wer da unterwegs ist, korrigiert er rasch. So auch heute. Unser Weg führt uns auf einem Teil des alten Handelsweges von Lemgo bis Vlotho. Vom Start bei Gut Röntorf geht es über den Lichtensberg (den mit den Erdfällen), den Karenberg, rechts an der Saalegge vorbei und über den Winterberg bis in Vlothos Innenstadt, wo es im Café Solero Gelegenheit gibt, sich zu stärken. Etwa zwanzig Teilnehmer stellen während etwa dreier Stunden auf der Route fest, dass trotz anfänglicher Niederschläge der meist über Anhöhen führende Weg im großen und ganzen trockenen Fußes zurückzulegen ist. Aber so etwas wußten schon die alten Handelsfahrer, die ihre Lieblingspfade selten in feuchten Tälern suchten. Der nachstehende Ausblick am Wiebesiekweg bis weit hinein ins Weserbergland (nach rechts) zeigt die herbe Schönheit der Ausläufer des Nordlippischen Berglandes, in denen unsere Stadt liegt.

Gut Röntorf an der Ostseite des Bonstapels, des höchsten Berges im Kreis Herford Die wetterfesten Teilnehmer begeben sich gleich auf die Wanderschaft Am Standort des Fotografen gibt es auf halber Höhe Kaffee (aber nicht im Bild)

Bild links: Startpunkt Gut Röntorf - eine weithin bekannte Pferdeklinik
Bild Mitte: Die Teilnehmer stehen in den Startlöchern, die Route wird erläutert
Bild rechts: Am Wiebesiekweg in Vlotho, links der Osthang der Saalegge


23. März 2010 Pünktlich zur "2. Uffelner Meile" Mitte Mai werden wir ein Uffelner Thema präsentieren: Wir stellen heute schon aus unserer Reihe «Beiträge zur Ortsgeschichte» die Neuerscheinung "Uffeln Nr. 5 ... Opas Tagebuch" von Dirk Böckmann aus Porta Westfalica vor. Zu Einzelheiten zum Geschehen rund um den Kiesteich am Höferbrink führt Sie der Link "Kiesteich" auf der Seite Geschichte der Geschichten


21. März 2010 Heute ist es gegen 15:00 Uhr soweit: 30.000 Zugriffe auf unsere Seite seitdem sie in der augenblicklichen Struktur im Netz steht. An Statistik zu unserem Angebot interessierte Besucher finden hier prozentuale Anteile der Einstiegsseiten:


Lesung im vollbesetzten Saal der Kirchengemeinde Wehrendorf 17. Februar 2010 In Wehrendorf werden wir wie immer herzlich aufgenommen und freuen uns, vor etwa einhundert Gästen aus dem Ort trotz nicht besonders günstiger Straßenverhältnisse unser neues Buch "Die Orgelbauer von Wehrendorf" vorstellen zu können. Unter ihnen begrüßt Friedrich Marten als Sprecher des neben der Kirchengemeinde gastgebenden Arbeitskreises Dorfentwicklung die von ihrer Familie begleitete hochbetagte Autorin. Etwa eineinhalb Stunden lesen wir Auszüge aus den persönlichen Lebenserinnerungen von Marianne Steinmann, die untrennbar mit der väterlichen Orgelbauwerkstatt verbunden sind, die in diesem Jahr ihr 100jähriges Jubiläum feiert. Einen Abend wie diesen zu toppen, ist für uns gar nicht so einfach, meinen wir ... (Teilansicht aus dem voll besetzten Gemeindesaal - Am linken Bildrand, im hellen Kleid, leider etwas verdeckt: Marianne Steinmann)


8. Februar 2010 Insgesamt neun Goldmünzen aus römischer Zeit von erstaunlicher Qualität wurden im letzten Jahr in unserer Nachbarschaft gefunden. Hatte sie einer der Legionäre um Varus in Hiddenhausen auf dem Weg zum immer noch nicht eindeutigen Ort der Varusschlacht verloren? - Sicher nicht. Abgesehen davon, dass Legionäre kaum mit Goldmünzen entlohnt wurden, wurden diese etwa dreihundert Jahre später geprägt. Erwähnenswert sind auch die anderen Funde wie Pfeilspitzen, Musketenkugeln und manche anderen, vorerst nicht identifizierbaren Metallteile. - Von den Grabungen erzählt der "Stadtschreiber von Herford" Mathias Polster als Augenzeuge. Eine spannende Geschichte, die in absehbarer Zeit ihre Fortsetzung finden wird.


Bevor es wieder nach Hause geht: Ein kurzer Plausch bei Kaffee und Tee 30. Januar 2010 Vor 400 Jahren wurde die Grafschaft Ravensberg Teil Brandenburgs, aus dem sich Preußen entwickelte. Im Historischen Museum Bielefeld geht eine Ausstellung ihrem Ende entgegen, die den Spuren aus diesen vier Jahrhunderten Geschichte gewidmet ist. "Preußen im Westen" nennen die Organisatoren ihr Werk. Wir entdecken hier neben vielen Leihgaben aus den alten Ravensberger Ortschaften Bekannte wie das Zunftzeichen der Vlothoer Schiffergilde, das Segelschiff, dass sie seinerzeit der Kirchengemeinde St. Stephan schenkten und seither aufgehängt über den Kirchgängern schwebte. Sachkundige Führung vermittelt uns ein aufschlussreiches Bild vom Wachsen und Werden eines Staatsgebildes zum Deutschen Kaiserreich.


9. Januar 2010 In etwas mehr als fünf Wochen erscheint eine neue Buchausgabe in unseren Veröffentlichungen: "Marianne Steinmann erzählt: Die Orgelbauer von Wehrendorf". Näheres zum Titel hier


1. Januar 2010 Willkommen im neuen Jahr ...