Exter: Im Ortszentrum (2004)
Geschichte der Geschichten

25.09.2016 - NEU: Heuerleute Eine untergegangene Schicht

16.09.2016 - NEU: 1666-2016 350 Jahre Kirche in Exter

16.05.2016 - NEU: Germaniens hl. Tal Mythologie und Spekulationen

25.04.2016 - NEU: Neue Heimat ... nach Flucht und Vertreibung

17.11.2015 - INFO Fähre Vlotho

17.11.2015 - NEU: Valdorfblick Deckblatt hist. Kalender 2016 zu Valdorf

27.09.2015 - NEU: Sommergold Das Jahresereignis auf dem Lande

25.05.2015 - NEU: Weide- und M-G-Straße Wie die Mendel-Grundmann-Straß0e zu ihrem Namen kam

09.12.2014 - NEU: Zur Exter-Tour Das Buch

10.11.2014 - NEU: Wui kürt Platt W02 - Ernte - Schlachten - Nachkriegszeit

13.09.2014 - NEU: 50 J. neue Schule Von der Volksschule zur modernen Grundschule
17.03.2014 - NEU: Plattdüsk in Vläode W01 - Bericht von einem verschollenen Projekt (Vlotho)
21.02.2014 - NEU: Die »Eichholz-Siedlung« »Als Huhn und Schwein noch zu jedem Haushalt gehörten"

24.11.2013 - NEU: Herforder Jahrbuch 2014 mit zwei Beiträgen aus Vlotho
15.11.2013 - NEU: 40 Jahre Kindergarten Exter Am Anfang stand ein Brief vom Nikolaus
17.09.2013 - ERG: Sommerfelder Platz Ein Anblick ist heute nur noch Geschichte ...

15.09.2013 - NEU: Erste Reformierte in Vlotho Der Alte Fritz trifft eine Entscheidung.
16.08.2013 - NEU: Auto Mobilisierung Mancher Anfang ist klein ...
16.08.2013 - NEU: Randbemerkungen Was sich so nebenbei aufschnappen lässt!

29.07.2013 - ERG: Villa Schöning Und wieder verschwand ein stummer Zeitzeuge ...
16.05.2013 - ERG: Klostersande und Moby Dick Der letzte Liegeplatz?
04.05.2013 - ERG: Natur und Landschaft am Exterbach Ein typisches Landschaftsbild im Ravensberger Land

14.01.2013 - NEU: 100 Jahre Posaunenchor Valdorf Zur Situation der Kirchengemeinde Valdorf in ihren zwei Pfarrbezirken
16.12.2012 - NEU: Das Haus am Sonnenhang und Erinnerungen an Omas Rückblenden einer Exteranerin
05.12.2012 - ÄND: Der Wittekindstein Artikel aktualisiert

29.07.2012 - NEU: Traumhaus und Heiratsantrag Wie Otto Franz Krauß, Herr im Frack, nach Exter kam ...
28.04.2012 - ÄND: Burggemunkel und Gästeführungen in Vlotho - Termine 2012/13
26.04.2012 - NEU: Lippischer Heimatbund Nachdem wir uns als Mitglied eingebracht haben, hier der Link!

18.03.2011 - NEU: Klostersande und Moby Dick Sie kamen von einer Werft an der Weser
25.02.2012 - NEU: Zeitungsberichte aus dem Amt Vlotho Rund um die tolle Knolle im 19. Jahrhundert
28.11.2011 - NEU: Verein Historische Feuerwehr Schwarzenmoor Passend zum neuen Buch (s. 16.10.2011)

22.11.2011 - ÄND: Kalendergeschichten 2012 Kalenderblätter: Zwölfmal Exter
23.10.2011 - ÄND: Das neue Jahrbuch für Regionalgeschichte mit einem Beitrag von A. W. König
16.10.2011 - NEU: Feuerwehr Schwarzenmoor Auszug aus dem neuen Buch "Feuerwehr Schwarzenmoor"

04.10.2011 - NEU: Feuerwehr Schwarzenmoor Vorankündigung neuer Buchtitel
27.09.2011 - ÄND: Küchenmöbel aus Exter Die alten Gebäude wurden ein Raub der Flammen
15.09.2011 - ÄND: Villa Schöning Denkmalschutz aberkannt, Weg zum Abriss frei ...

04.09.2011 - ÄND: CVJM Exter Jahresangabe zum zweiten Bild konkretisiert
28.08.2011 - ÄND: eigene Linkseite bearbeitet Neu: Vlotho-Forum - virtueller Marktplatz für Vlotho
28.08.2011 - NEU: Auf'm Buhn Die Hügelgräber auf dem Buhn in Uffeln

19.07.2011 - NEU: Unser Dorf hat Zukunft Dokumentation zum Wettbewerb 2011, PDF neu als Download
16.04.2011 - NEU: gw-Splitter - Die Null-Nummer Kleine Geschichte(n)
16.04.2011 - ÄND: Villa Schöning heute Artikel mit aktuellem Bild ergänzt

09.04.2011 - ÄND: Großbrand am Amtshausberg Die Villa Schöning steht in Flammen
03.02.2011 - NEU: SchulChronik Wehrendorf Von den Anfängen bis 1945
28.11.2010 - NEU: Service: Termine Terminkalender Veranstaltungen in Exter

23.11.2010 - ÄND: eigene Linkseite bearbeitet Neu: Geschichtswerkstatt Bünde ERL: Heimatfreunde Wüsten
08.11.2010 - NEU: HJB 2011 Hinweis auf Neuerscheinung
12.08.2010 - NEU: Unser Dorf Exter in Geschichte und Gegenwart

12.08.2010 - NEU: Windmühle Exter Die Neuerscheinung zum 160. Geburtstag unserer Windmühle"
09.05.2010 - NEU: Als die Weser noch zufror ... Erinnerungen an vergangene Zeiten.
01.05.2010 - NEU: Bild: Nelkenstraße Exter Kinderjahre in Ostwestfalen: Neue Siedlungen

23.03.2010 - NEU: Kiesteich Uffeln Spurensuche XIII und "Opas Tagebuch"
14.02.2010 - NEU: Links Familienforschung im Kreis Herford
06.02.2010 - NEU: Die Eltern Wie die Geschichte der Orgelbauer von Wehrendorf begann

01.01.2010 - NEU: Geschäfte in den Dörfern Nahversorgung in Exter
01.01.2010 - ÄND: Wittekindstein Ergänzungen zum Artikel
31.12.2009 - NEU: Links Link auf die AG Binnenfähren

21.11.2009 - NEU: Landesarchiv NRW Abt. Münster Nur einen Klick entfernt ...
08.11.2009 - NEU: HJB 2010 Hinweis auf Neuerscheinung
04.11.2009 - NEU: Kinderjahre in Ostwestfalen Daten zur Neuerscheinung zum 7.12.2009

31.10.2009 - NEU: Möbelfabrik Pecher U. a. aus dem Buch "Kinderjahre in Ostwestfalen"
16.08.2009 - ÄND: Links Verlinkung auf den Museumsverein Kalletal
02.08.2009 - ÄND: Windmühle Exter Foto vom Standesamt in der Mühle

01.08.2009 - NEU: CD-Audio-Edition Bonneberger Gottesdienst 1957
06.07.2009 - ÄND: Fähre Vlotho (Quellenangabe und Jahreszahl im 2. Absatz korrigiert)

03.07.2009 - ÄND: Wittekindstein (Bild ausgetauscht)
28.06.2009 - ÄND: Windmühle Exter (Text überarbeitet, Bild hinzugefügt)
14.06.2009 - NEU: Missionar Brinkschmidt aus Exter

07.06.2009 - ÄND: Das einsame Grab am Winterberg (Text überarbeitet, Bild hinzugefügt)
03.06.2009 - NEU: Naturlehrpfad Bonstapel
03.06.2009 - NEU: Diese Seite ist angelegt
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Geschichtswerkstatt historisch ...

Informationen zu Aktionen und Veröffentlichungen seit Freischalten dieses Internetauftrittes sowie eine Übersicht zu Planungen. Eine Bildbeschreibung finden Sie, wenn sie den Mauszeiger kurz auf dem jeweiligen Foto ruhen lassen.

Tagebuchaufzeichnungen seit 2005 können Sie hier nachlesen:

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Hier finden Sie unser Tagebuch als einen Überblick über unsere Arbeit, es umfasst momentan den Zeitraum seit dem Jahr 2005, in dem wir die derzeitige Internetseite ins Netz gestellt haben.

Unsere Treffen »Wui küert Platt« finden im allgemeinen im Evangelischen Gemeindehaus in Exter statt. Parkgelegenheit ist am Haus ausreichend vorhanden.

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06.11.2019 »KISS« = Kultur im Simeonsstift! - Das Simeonsstift ist ein Alten- und Pflegeheim in Vlotho-Valdorf. Es geht zurück auf Eberhard Delius (1835 - 1879), der im seinerzeit noch selbständigen Ortsteil Valdorf im Amt Vlotho als Pfarrer der dortigen Kirchengemeinde wirkte und der das damalige Krankenhaus bauen ließ, aus dem sich das heutige Senioren-Heim entwickelt hat. »KISS« wurde für die Bewohner gegründet und bietet Unterhaltung mit kulturellen Veranstaltungen. Wir sind seit einiger Zeit mit dabei und zeigen heute unseren ersten lokalhistorischen Film »Zucker, Bier und Bimmelbahn«, dessen Name für sich spricht. Es geht um Vlotho, um Zucker, Vlothoer Brauereikunst, den Vlothoer Hafen und die bis 1962 verkehrende Kleinbahn als eine der Verbindungen mit der Kreisstadt Herford und anderen Orten. Das Thema kommt an, die meisten der Anwesenden sind Einheimische und verbinden mit dem zu Sehenden viele Erinnerungen.

04.11.2019 »Inkäuben ohne Internet«ist das Gesprächsthema unserer plattdeutschen Runde heute. Fahrende Händler, Vieh- und Krammärkte, Tante-Emma-Läden und Versandhaus Kataloge sind nur ein Teil des analogen Einkaufs. Bei Kaffee und Kuchen entspinnt sich eine lebhafte Diskussion, die größtenteils auf hochdeutsch erfolgt. Im nächsten Jahr wird die Gesprächsrunde in anderer Form fortgeführt, ohne den Schwerpunkt auf die plattdeutsche Sprache zu lenken. Wir freuen uns auf viele weitere Alltagsthemen und Beiträge aus dem näheren Umfeld.

29.09.2019 Dem Chronisten und seiner Frau ist Mitte der 1980er-Jahre die damals vor dem Verfall stehende Windmühle in unserem Ort ans Herz gewachsen. Es war sehr erfreulich, dass sich viele Menschen in Exter, aber auch in Nachbarorten für dieses Objekt ins Zeug gelegt haben. Er hat weiterhin feststellen können, dass die jeweiligen Mühlentage, in denen der seitdem unter Denkmalschutz stehende Bau für Besucher geöffnet ist und besichtigt werden kann, bis auf gaanz wenige Ausnahmen unter günstigsten Wetterbedingungen standen. Bis auf in der Nachschau gefühlte zwei Tage ...

Einer von diesen liegt jetzt hinter uns und wenn man Bilanz zieht, dann war der Besuch nicht so rauschend (Der immer wieder einsetzende Nieselregen zwar auch nicht, aber trotzdem...!). Nun, etliche Unentwegte ließen es sich nicht nehmen, sich heute erneut dem historischen Bauwerk zu widmen. Wir waren natürlich wieder mit von der Partie, allein schon deswegen, weil sich bei solchen Gelegenheiten immer wieder wichtige Kontakte und neue Erkenntnisse ergeben. Sei es drum: »Im nächsten Jahr ist ein regnerischer Tag wie dieser sicher vergessen...«

Bild: Mit der Mühle im Hintergrund sind wir im Bild im vorderen Zelt zu finden, genauer lokalisiert in der rechten Hälfte. Und netten Besuch haben wir im Moment auch...

21. Sept. 2019 »Vlothoer Gaststätten, Cafés und Hotels (Ein Spaziergang durch die Vlothoer Gastronomie vom Bliekenend zur Horst)« - In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es im Vlothoer Stadtgebiet etwa 32 gastronomische Betriebe, 23 Gaststätten, zwei Cafés und sieben Hotels. 2019 existieren davon noch vier Gaststätten, ein Café und kein Hotel. In Erinnerung an diese Stätten der Gastlichkeit und deren Betreiber wurde der Vortrag auf Einladung des Heimatvereins von Klaus Kauczok im Heimatmuseum konzipiert. Dabei wurde auch die umfangreiche Ansichtskartensammlung unseres Mitglieds Rainer Niemann (†) als anschauliche Untermalung des Vortrages benutzt.

Sept. 2019 Unser Beitrag im September auf der Kulturbühne des KISS (= »Kultur im Simeonsstift«) im Vlothoer Ortsteil Valdorf bestand aus einem plattdeutschen Quiz, Geschichten und Gedichten in heimatlicher Mundart. Die interessierten Zuhörer erinnerten sich gerne der Klänge ihrer Jugendzeit und verstanden erstaunlich viel von unserer alten Sprache. Die Geschichte vom »Schmiedchen iut Builefeld«*, der mit Bauernschläue sogar Petrus überlistete, löste allgemeine Heiterkeit aus, besonders als sich herausstellte, dass eine Bielefelderin noch pfiffiger war. Das tat dem überwiegend weiblichen Publikum gut. Die Anwesenden freuen sich schon auf den Vortrag in unserem Angebot am 6. November.
* Weil unsere Internetseite auch in anderen Regionen gelesen wird, übersetzen wir gerne diese Passage: »Schmied aus Bielefeld«. Und nach neuesten Erkenntnissen existiert unsere Nachbarstadt denn doch ...

02.09.2019 Es ist hier das erste Mal, dass der Chronist im Tagebuch noch vor der Veranstaltung einen Hinweis auf das Thema des Vortrags im »Plattdeutschen Gesprächskreis« gab. Es geht hier um das »puckern« ... häh, was ist das denn? Werden hier etwa heimlich zarte Bande geknüpft, indem ER sich der Umworbenen nähert? Weit gefehlt, die Wahrheit ist wie so oft ganz anders!

Bild: Vor der Werft Büsching & Rosemeier ist die wohl kurz vor dem Stapellauf liegende »Klostersande« zu sehen.

Heute hat unser plattdeutscher Gesprächskreis »Wui küert Platt« einen besonderen Gast. Wilhelm Weber aus Uffeln berichtet über den Schiffbau an der Weser im Allgemeinen und die Werft B«sching und Rosemeier im Besonderen. Anfangs produzierte man vorwiegend Lastschiffe für die Schiffsfracht auf der Weser, später auch für das Ausland und sogar drei Mal im Rahmen der Entwicklungshilfe Fähren für verschiedene Länder Afrikas.


Bild: Die »Moby Dick « ist ein wirklich originelles Project.

Als besonderes Highlight ist der Bau des Ausflugschiffes »Moby Dick« zu sehen, das in den 1970er Jahren zur Belebung des Tourismus in Berlin in Auftrag gegeben wurde. Das einem Wal nachempfundene Äußere mit Bartenmaul und Fluke lockt noch heute zu Ausflügen und Familienfeiern auf dem Tegeler See. Die »Moby Dick« hat es sogar bis auf eine Briefmarke geschafft und wurde auch in einem Gemälde verewigt, wie man es aus der Internet-Enzyklopedie »Wikipedia« erfahren kann.

Bild: Die Werft »Rasche« befindet sich ebenfalls am rechten Weserufer, nur einige hundert Meter weit stromaufwärts.

Ergänzend möchte der Chronist zu diesem Thema beitragen, dass im Norden Deutschlands noch ein weiteres interessantes Zeitzeugnis zu bewundern ist: Im Elmshorner Hafen liegt als Museumsschiff das Binnenmotorfrachtschiff »Klostersande«, das seinerzeit von der Firma Kölln (die mit den Haferflocken) für Getreidetransporte genutzt wurde. Auch dieses Wasserfahrzeug wurde von der Werft Büsching und Rosemeier in Vlotho auf Kiel gelegt. Mittlerweile ist es Eigentum des Fördervereins MS Klostersande e.V. in Elmshorn

Kommen wir nun zum Thema »puckern«: Bei dieser Tätigkeit wurde mit sanften Schlägen (Puckern) ölgetränkter Werg in die Ritzen der hölzernen Schiffsbohlen getrieben, um sie völlig wasserdicht zu machen. Diese leisen Geräusche gab es nicht mehr, als das letzte hölzerne Schiff die Werft verließ. Die eisernen Schiffsrümpfe wurden dann mit glühenden Nieten zusammengefügt, die Hammerschläge hallten dann weit durch das Wesertal, später wurde nur noch geschweißt.

04.08.2019 Heute ist ein besonderer Tag und das nicht nur wegen des angenehmen Wetters, sondern auch, weil wir nach längerer Zeit wieder eine regional orientierte, grenzübergreifende Wanderung anbieten. Ziele sind zwei Bismarck-Türme, die seinerzeit zu Ehren des deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck errichtet wurden. Genauer lokalisiert handelt es sich um die Bauwerke im preußischen Herford (erbaut 1905, oberes Turmbild) und im lippischen Bad Salzuflen(erbaut 1900, unteres Turmbild).

Auch in Vlotho auf dem Amtshausberg wurde Anfang des 20. Jahrhunderts ein solches Bauwerk errichtet, aber in der Mitte der 1930er-Jahre bei der Geländesanierung und der Grundriss-Rekonstruktion der alten Höhenburg wieder abgerissen. Hier befand sich auch das vorherige Vlothoer Heimatmuseum, in unserer Zeit übernahm nach Umbau und Neugestaltung die frühere Heimatstube des Vlothoer Heimatvereins diese Aufgabe.

Bild rechts: Blick nach Westen zum Herforder Stuckenberg - Der Weg führt uns von dort auf einer fußläufigen Brücke über die Autobahn A2 nach Osten durch den Bad Salzufler Stadtwald, über den Vierenberg hin zum Hollenstein im Stadtteil Schötmar unserer Nachbarstadt, eine ordentliche Strecke im zweistelligen km-Bereich. Zurück geht es in PKWs, die am Ziel der Wanderung vorsorglich bereitgestellt worden waren, vier Stunden »hin« ist ein schöner Weg, aber wieder »zurück« möchten wir unseren Gästen nicht zumuten.

Gestartet sind wir am frühen Nachmittag am Herforder »Hotel Waldesrand« und beenden dort diesen Tag mit einer kleinen Feierlichkeit anlässlich des 30-jährigen Bestehens unseres Vereins. Besonders eingeladen hatten wir zu diesem Anlass Mitglieder mit runder Vereinsangehörigkeit. In diesem Personenkreis konnten wir auch drei der Gründungsmitglieder begrüßen.
Lizenz-Hinweis Wikipedia: Bismarcktürme HF (CC-Lizenz User tsungam) und BS (CC-Lizenz User Grugerio)

01.07.2019 Heute finden sich nur wenige, dafür aber sehr interessierte Teilnehmer zu einem »Iutfläog« zur Museumsschule Hiddenhausen ein. Frau Gante, eine der Initiatorinnen des »Vereins Museumsschule Hiddenhausen« empfängt die Gruppe, stellt das historische Schulgebäude von 1846 vor und vermittelt ein lebendiges Bild der damaligen Lebensumstände der Lehrer und Schüler. Durch die Besonderheit der Lage direkt an der Köln-Mindener-Eisenbahn-Linie hatten die Schweichelner die aktuelle Tagesgeschichte vor der Haustür. Die Kinder winkten dem Kaiser, sangen für die Soldaten und schwenkten Fähnchen und Blumen. Alle Jahrgänge erhielten gleichzeitig in einem Klassenraum vormittags Unterricht, nachmittags widmete sich der Lehrer Ackerbau und Viehzucht, um das Überleben zu sichern. Die allgemeine Armut reichte bis in die Schulstube, von der »guten alten Zeit« war nichts zu spüren. Viele Fragen der Teilnehmer hierzu werden von Frau Gante umfassend und kompetent beantwortet, auch beim anschließenden Kaffeetrinken wird das Thema noch lange nicht erschöpft. Lizenz-Hinweis Wikipedia: Hiddenhausener Museumsschule (CC-Lizenz User Hiddenhauser)

10.06.2019 Wie immer ein Erlebnis im dörflichen Leben in Exter: Das Fest zum Deutschen Mühlentag, strahlendes Wetter - liebe Leute mit freundlichen Gesprächen - interessante Aussteller - Brot und Kuchen aus dem eigenen »Backbetrieb« des Mühlenvereins. - Wir sind wie in jedem Jahr präsent. Allerdings mit einem stark eingeschränkten Angebot. Auch wenn unser Ort Exter vordergründig als klitzeklein bezeichnet werden könnte, hat er geschichtlich einiges zu bieten. Aber ... wir sind knapp geworden an Leuten, die sich um solche Ereignisse und Gegebenheiten kümmern könnten. Und das Aufschreiben braucht eben auch seine Zeit. Auch Zeitzeugen werden immer rarer. Und so haben wir in diesem Jahr unsere Bücherbestände durchforstet auf Doubletten, die nur Platz für neue »Ware des Wissens« belegen. Gegen eine kleine Spende bieten wir Interessenten die Gelegenheit, unser Angebot auf brauchbares zu durchstöbern.

07.06.2019 Heute kann man es in der »Vlothoer Zeitung« lesen: Die Arbeit an unserem neuen Film macht Fortschritte. Er ist die Fortsetzung des im letzten Jahr erschienenen Projektes »Unruhige Zeiten - Vlotho 1965 - 1975« und setzt sich unter dem Titel »Die Kraft der Träume Vlotho 1976 - 1985« mit dem damaligen Geschehen auseinander. Die Zeitung berichtet über das Nostalgietreffen im Sitzungssaal des Vlothoer Rathauses. Wir freuen uns über die Teilnehmer in der Runde, die als damals agierende Lokalpolitiker aktiv waren. Immerhin sind seither viele Jahre über das Land gegangen und auch seither ist unsere Stadt von mannigfachen Veränderungen betroffen. Das aber sind erst einmal andere Geschichten... Auf jeden Fall wird dieses Treffen eine Bereicherung des neuen Filmes sein, denn Filmemacher Norbert Kaase ist mit seiner Kamera dabei: Das ist Ortsgeschichte Professionell.

06.05.2019 - Schnacken or küern? Platt in Variationen ... Zum heutigen plattdeutschen Gesprächskreis haben wir Gerhard Heining aus Spenge als Gastredner eingeladen. Den aufmerksamen Zuhörern legt er detailliert die Besonderheiten der plattdeutschen Regiolekte dar und gibt auch wertvolle Hinweise auf die schriftliche Darstellung. Besonders interessant sein Hinweis auf die quer durch unseren Kreis verlaufende Grenze (Else-Werre-Linie) der unterschiedlichen Aussprache des »g« oder auch des »s« die sich sowohl in nördlicher als auch südlicher Richtung fortsetzt. Die mitgebrachte Karte der plattdeutschen Ortsnamen des Kreises enthält dazu entsprechende Beispiele. Interessant auch der Blick in die Geschichte der Hanse. Es gab im internationalen Nord- und Ostseehandel eine vereinfachte Handelssprache die auf Platt gründete.

04.03.2019 War im Rahmen unserer Plattdeutsch-Treffen für heute ursprünglich eine Vortragsrunde zum Thema »Die Puckerplätze in Vlotho « vorgesehen, muss dieses Thema für heute vertagt werden; ein wichtiger Referent ist ausgefallen. Was es damit auf sich hat, wird heute noch nicht verraten ... Weil Rosenmontag ist, lesen wir mitgebrachte Geschichten und machen es uns bei Karnevalskrapfen und Kaffee gemütlich. Und auch für das nächste Treffen gilt: Eigene Beiträge, seien sie platt- oder hochdeutsch, sind willkommen, Kuik mol wier teo!


08.02.2019 Und wieder findet ein Gemeindeabend mit den Brüdern Gröne statt.

Wie man sieht, können wir uns über mangelndes Interesse an unserem Angebot auch heute nicht beklagen: Der Gemeindesaal unserer Kirchengemeinde ist rappelvoll, wie man sowas bei uns formuliert. Bei normal (mit Tischen) platzierter Bestuhlung finden 106 Menschen einen ordentlichen Sitzplatz ... heute sind es einige mehr. Zum zweiten Male berichten die Brüder Walter und Wilhelm Gröne vom Leben in Exter in den 1950ern und 1960ern, ein Zeitraum, in den auch die Widmung unserer Kirche zur ersten evanglischen Autobahnkirche in Westdeutschland fällt. Aber nicht nur dazu gibt es viel zu erzählen, unsere Gäste wissen immer wieder Neues zur damaligen Zeit zu berichten. Kein Wunder, dass die Zeit heute nicht reicht, aber sie versprechen, wieder zu kommen... Im heutigen Abendprogramm sorgt der Flötenkreis für für Abwechslung.

03.02.2018 Blick über die Weser zur früheren Binnenschiffahrtswerft Büsching & Rosemeyer auf dem Gebiet des heutigen Vlothoer Stadtteils Uffeln. Rechts im Bild ein Teil der ursprünglichen Zuckerfabrik. Zwar liegt das Gebäude zwischen der Bundesstraße B 52 und dem Gleisbett der Bahnverbindung von Bad Oeynhausen ins Schaumburgische, es wurde jedoch im Rahmen der Sanierung sorgfältig isoliert wie wir feststellen durften und nach Osten bietet sich ein schöner Blick über die Weser hinweg in den Ortsteil Uffeln unserer Stadt.

Nach längerer Bauzeit gibt es in Vlotho nun die von der Tegeler-Gruppe Wunstorf betriebene »Seniorenresidenz Fährhof«. Das muss sicher nicht erklärt werden, der Name spricht für sich. Genutzt wird linksseitig der Weser neben einem großzügigen Neubau auch die unter Denkmalschutz stehende ehemalige Zuckerfabrik » Ohle und Bonnemeyer«. Was haben wir damit zu tun? Schnell erklärt: Seit wahrscheinlich bereits Mitte des 14. Jahrhunderts gab es hier in der Grafschaft Ravensberg zu der Vlotho gehörte einen Umschlagplatz für Wirtschaftsgüter und einen Übergang über die Weser: eine Fähre mit Fährhof. Dazu gehörte eine Zollstelle und ein Stapelplatz. Noch im 20. Jahrhundert endete oder begann, je nach Sichtweise, die Kleinbahnverbindung von Wallenbrück über Enger, Herford, Bad Salzuflen, Exter bis Vlotho als enorm wichtige Schienenverbindung für Menschen und Wirtschaftsgüter. Wir wurden eingeladen, etwas über den alten Fährhof zu berichten und die Zuckerfabrik, die vor wenigen Jahrzehnten geschlossen wurde. Zu letzterer ist zusammenfassend noch zu bemerken, dass hier einmal die Firma Brandt-Zwieback einen Zweibetrieb eingerichtet hatte und anschließend von zwei Betreibern Diskotheken angeboten wurden.

18.01.2019 Schnappschuss vom Beginn der ersten Vorführung, vom Standort aus kann die Kamera nur einen Teil der Besucher im voll besetzten Saal erfassen.

Damit haben wir wirklich nicht gerechnet: Als wir am 30.11.2018 die Premiere unseres neuen Filmprojektes »Unruhige Zeiten - Vlotho 1965 - 1975« im Wesergymnasium Vlotho feiern konnten, haben wir uns enorm über das Interesse der Menschen in unserer Stadt gefreut, mit dem sie unsere Arbeit honoriert hatten. Also beschlossen wir eine weitere öffentliche Vorstellung. Ort der Handlung ist die Kulturfabrik, die in der alten Schöningschen Zigarrenfabrik ihren festen Platz in der Kulturszene Vlothos hat. Hier arbeiten neben- und miteinander u. a. auch Heimatmuseum und Stadtbücherei. Im früheren Sortier- und Versandraum wurde beim Umbau eine Bühne eingerichtet und 150 Sitzplätze stehen einem immer wieder interessierten Publikum zur Verfügung. Aus brandschutztechnischen Gründen wird streng darauf geachtet, dass diese Anzahl nicht überschritten wird und so kommt es heute dazu, dass an die 80 Besucher eine ganze Stunde auf eine zweite Präsentation unseres Filmes warten müssen. Danke schön für Ihre/Eure Geduld und den Beifall sowie die Zuwendungen, womit unsere lange Vorbereitungszeit von allen Besuchern honoriert wird. Wie schon zuvor erwähnt: »Fortsetzung folgt!«

16.12.2018 - 24. Weihnachtsmarkt in Exter - Im Bild ein Blick in die mit einem Weihnachtsbaum festlich geschmückte Aula der Grundschule, die Anbietern mit empfindlicheren Waren einen trockenen und geschützten Platz bietet.

Das zweite Dutzend ist voll: Seit 24 Jahren bieten die Vereine in Exter gemeinsam mit anderen Ausstellern einen Weihnachtsmarkt an, dessen Erlöse guten Zwecken im Ort zufließen und wir sind mit dabei in erster Linie mit Apfel-Glühwein, wenn man das angebotene Getränk so nennen darf. So manches Projekt beispielsweise von Kindergarten und Schule konnte Dank dieser finanziellen Hilfen schneller verwirklicht werden. Ein weiteres Plus ist die Gelegenheit, sich auch einmal bei einem unverbindlichen Plausch mit Glühwein zu treffen. Natürlich sind auch die regelmäßigen Treffen zu den Mühlentreffen Gelegenheit für Gedankenaustausch oder ganz einfachen small talk, aber irgendwie ist hier an der Grundschule die Athmosphäre anders. Im Jahr 2017 kam mit einer Weihnachtsverlosung eine neue Aktion dazu. Im nächsten Jahr wiederholt sich das Event zum 25. Mal und man kann gespannt sein, was die Gemeinschaft der örtlichen Vereine sich als Überraschung zu diesem Anlass ausgedacht hat.


Im linken Bild einer der Stände im Außenbereich im offenen Pausengang,
im rechten in einem Teil der Aula präsentierte Angebote.


30.11.2018 - Das ist ein toller Abend heute und wir haben gut daran getan, uns um eine Lokalität zu bemühen, die auch einem großen Publikum gerecht wird. Und das war dringend erforderlich. Weit über 300 Besucher durften wir in der Aula des Weser-Gymnasiums Vlotho begrüßen; die Sitzplätze reichten bei weitem nicht, aber Vlothoer sind hart und halten auch schon mal eine Stunde im Stehen aus (Das gilt auch für Besucher aus den Nachbarstädten, die wir begrüßen durften). Gegenstand des Interesses ist unsere neueste Film-Produktion mit dem Bünder Filmemacher Norbert Kaase, der regional als Spezialist für lokale historische Dokumentationen so manche Produktion auf den Weg gebracht hat. Auch wir sind dabei mit dem heute fünften Film zum Geschehen in unserer Stadt: »Unruhige Zeiten - Vlotho 1965 - 1975«. Schwerpunktthema ist die Stadtsanierung in diesem Zeitraum, in dem als neuer Stadtteil die ehemals im Kreis Minden liegende Nachbargemeinde Uffeln eingemeindet wurde. Sehr informativ auch die Dokumentation zur damals aufblühenden »Umsonst & Draußen«-Bewegung in der Region, die zwar in der Nachbarstadt Bünde ihren ersten Auftritt hatte, aber seither eng mit unserer Stadt verbunden ist; die Initiatoren waren/sind schließlich hauptsächlich Vlothoer. - Fortsetzung folgt! - Der nächste Film zeigt, wie es in Sachen Stadtsanierung weiterging (1976 - 1985) und schließt somit den Bogen in unsere Zeit mit einem Vlotho, wie es sich heute präsentiert. Geplant ist die Premiere für den November 2019.

05.11.2018 Heute geht es in der plattdeutschen Gesprächsrunde um Bräuche im Wandel. »Sünne Marten un Halloween« (Sankt Martin und Halloween) - Gedenktage die sich im Laufe der Jahre sehr gewandelt haben, die man in anderen Gegenden völlig anders wahrnimmt und begeht. Bei süßem Gebäck und warmen Getränken gibt es für die Ohren noch die Geschichte vom Schmied aus Bielefeld im Himmel, der sich dort auf seine eigene Schürze gesetzt hatte und nur durch die List einer Bielefelderin wieder von dort zu entfernen war. - Die Runde beschließt, dass im nächsten Jahr die Treffen immer nachmittags um 15.00 Uhr an jedem 1. Montag in einem ungeraden Monat stattfinden sollen.

03.10.2018 - Mühlenfest - Es ist zur Tradition geworden: Das Herbst/Erntefest an der Windmühle in Exter. Und wie fast immer haben wir genau an diesem Tag herrliches Sonnenwetter, leider fehlt Wind, der dafür sorgt, dass die Mühle in Aktion zu sehen ist ... egal! Dem Chronisten ist aufgefallen, dass heute auffallend viele junge Eltern mit ihrem Nachwuchs unterwegs sind, in großen Maße in einem Alter, in dem die Kleinen noch getragen werden. Und ein paar ganz besondere Besucher haben wir, die allerdings eher Schauobjekte sind: Alpakas finden ein interessiertes Publikum. Messlatte für die Besucheranzahl ist der Verzehr an Bratwurst, Kartoffelpuffer, Kuchen/Torte und anderem schmackhaftem. So etwa 1000 Gäste dürften sich heute eingefunden haben.

10.09.2018 - Wui küert Platt - Unser Gesprächskreis hat zu einem gemeinsamen Abend eingeladen. zum Thema »Os de Strodens Nomen kreigen (Als die Straßen Namen bekamen).

Neue Straßennamen, neue Hausnummern und ein neuer Weg des Posttransports brachten 1967 eine Menge Aufregung in die Landgemeinden. Ulrich Schröder, zu dieser Zeit schon im Postdienst der Filiale Exter, berichtete in seinem ganz und gar auf Plattdeutsch gehaltenen Vortrag über diese Umstellung der Organisation. Vor allen Dingen von den großen Bauernhöfen kam lautstarker Protest, wenn aus ihrer privilegierten niedrigen Hausnummer eine nichtssagende dreistellige geworden war. Auch dauerte es Jahre, bis alle Angehörigen die neue Adresse zur Kenntnis genommen hatten und die Straßennamen auf den Briefumschlag schrieben. Als dann mit der Gebietsreform Valdorf, Exter und später auch Uffeln zu Vlotho kamen, ergaben sich einige Doppelbenennungen wie z. B. »Eggeweg«, so dass hier noch einmal Umbenennungen vorgenommen werden mussten. Zur Verwirrung trug auch noch der für Exter geltende Zusatz »Vlotho 2« bei, der Ortsfremde zunächst in die Innenstadt führte. Der morgendliche Posttransport aus Bad Oeynhausen wurde gespannt erwartet, um dann schnell die Post zu sortieren und auszutragen. Hauptarbeitstage waren der Donnerstag einer jeden Woche, an dem das umfangreiche Landwirtschaftliche Wochenblatt zur Verteilung kam und der Monatsbeginn, an dem die Postbeamten die Renten in die Häuser brachten und bar auszahlten. Der persönliche Kontakt brachte manchen Nebeneffekt, angefangen von der Starthilfe bei widerspenstigen Treckern bis hin zur Lebensberatung. Die Zuhörer des plattdeutschen Gesprächskreises bedanken sich bei Ulrich Schröder mit herzlichem Applausfür den interessanten Vortrag.

01./02. September 2018 - Geschichtsfest in Enger mit über tausend Mitwirkenden, wir sind mit dabei. Zum gestellten Thema »Zeitreise durchs Wittekindsland« präsentieren wir mit »ab in die 70er« einen multimedialen Querschnitt der unruhigen Zeiten die in den späten 60er Jahren begannen und dessen fortschrittliche Veränderungen in unserem täglichen Leben heute eine Selbstverständlichkeit sind, wie z. B. die Anrede »Frau« für alle weiblichen Personen ohne Frage nach dem Familienstand. Gerne wird das von uns erfundene Kreiselquiz in Anspruch genommen, in dem Alt und Jung ihr Wissen unter Beweis stellen können. Im Hintergrund laufen auf einem Bildschirm Werbung und Fernsehspots aus der präsentierten Zeit, abgelöst von musikalischen Einlagen. Am Sonnabend haben wir hohen Besuch: Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes läßt sich von Landrat Müller die Arbeit der Geschichtswerkstatt erklären.

23.07.2018 - Als in Herford das Wetter gemacht wurde - Schade, dass diese Veranstaltung nur spärlich besucht ist, dabei haben wir aktuell doch viel Wetter, über das zu reden sich lohnt. Aber es geht hier eher um das Aufzeichnen; seit 1891 wird das Wetter in der Neustädter Feldmark Herfords aufgezeichnet. Begonnen hat diese Statistik der damalige Leiter der Schule an der Mindener Straße (heute Grundschule) Rektor Wulff und noch heute werden hier von der Familie entsprechende Daten aufgezeichnet und nunan das zuständige Landesamt weitergeleitet. Näheres zu diesem Thema kann man übrigens in unserem 2017 erschienenen Buch »Stadtgeschichten aus der Neustädter Feldmark« nachlesen.

02.07.2018 - »Wui küert Platt« »äole Küersel« (alte Redensarten)- Heute trifft sich der Plattdeutsche Gesprächskreis, um alte Redensarten »äole Küersel« in Erinnerung zu rufen. Kurze treffende plattdeutsche Ausdrücke bedürfen oft längerer hochdeutscher Erklärungen. Fast vergessen ist zum Beispiel »lilam«. Nein, das ist keine Farbe, damit meint man eine Stimmungslage, die so irgendwie etwas zwischen lau und lahm liegt, »lasch« trifft es nicht ganz. Als weiteres Beispiel hier die Bedeutung des Wortes »Schalui«: traut sich nicht; bzw. ihm ist nicht zu trauen. Es stammt wahrscheinlich aus der Zeit, als Westfalen Französisches Königreich war. Wenn ein französischer Soldat in der Tür stand, sagte er zur Begrüßung »Salute« (gespr. »ßalü«). Niemand wusste, was das bedeutete, jedenfalls konnte es nichts Gutes sein. Ein anderes schönes lautmalerisches Wort ist »tüffelig«, dann ist man hin- und hergerissen, kann unentschlossen keine Entscheidung treffen. - Viele weitere Wörter und Redensarten füllten einen kurzweiligen Abend.

04.06.2018 - »Odyssee» Eine Flakhelferin aus Exter - Über 30 interessierte Zuhörer wollen im Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Exter etwas über die Odyssee der Exteranerin Ida in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges erfahren. Grundlage unseres neuen »Beitrags zur Ortgeschichte« mit dem Titel »Idas Odyssee« ist das Tagebuch, in dem diese junge Frau ihre Erlebnisse als Flakhelferin auf ihrem Weg durch Ost- und Süddeutschland aufgeschrieben hat. Im Anschluss an den Vortrag entspinnt sich eine lebhafte Diskussion unter den Anwesenden, zu denen auch zahlreiche Familienangehörige damaliger Wehrmachtshelferinnen aus unserem Ort zählen. Dabei erfahren wir, dass noch ein weiteres Tagebuch aus dieser Zeit existiert, das demnächst der Geschichtswerkstatt zur Verfügung gestellt werden soll. Man darf sich auf neue und weitere Erkenntnisse freuen, an Material wird es nicht mangeln.

21.05.2018 »Deutscher Mühlentag Windmühle Exter« Zum Mühlentag Exter, egal ob Pfingsten oder im Herbst zum Erntefest, hat der Chronist schon viel geschrieben. Heute, am Pfingstmontag ist mal wieder das Wetter genau passend, die Sonne scheint mal wieder (in der Nachschau könnte höchstens der Hinweis Platz finden, dass die beiden Tage vor und nach dem Montag wieder ziemlich feucht wurden, aber das kennen wir schon aus anderen Jahren ...), belassen wir es bei dieser Bemerkung

07.05.2018 »Wui küert Platt « - Wieder einmal treffen sich die Plattdeutschen, um ein wenig Platt und viel Hochdeutsch zu hören und zu sprechen. Hanna Obernolte berichtet als ehemalige Mitarbeiterin des BürgerInnenbüros von der Inbetriebnahme im Jahr 1998, dem umfangreichen Aufgabengebiet und von besonderen Vorkommnissen im Behördenalltag. So hatte sich einmal ein Spaßvogel an das Fundbüro gewandt, er habe sein mit Mortadella belegtes Butterbrot am Weserufer verloren und aufgrund dieses Verlustes jegliche Sympathie für die Weserstadt begraben. Er hatte nicht mit den noch pfiffigeren Verwaltungsangestellten gerechnet, die ein selbst hergestelltes, angebissenes Butterbrot gut verpackt als Fundsache zustellten. Der so Bedachte äußerte sich nach einiger Zeit lobend zu dieser Art Problemlösung. - Eine lebhafte Diskussion schliesst sich dem Vortrag an, mit dem Fazit, dass eine gut geführte Verwaltung zusammen mit bürgerlichem Engagement die Probleme des Alltags lösen kann.

14.04.2018 »Rund um die Brauerei Volbracht in Vlotho« - Die Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Vlotho entwickelt sich immer weiter. Heute sind wir zu Gast im neuen Heimatmuseum Vlotho, das am 6. Mai 2016 eröffnet wurde. Das Stichwort: »Es ist Volbracht« enthält weder einen saftigen Schreibfehler noch bezieht es sich auf ein Zitat aus der Bibel - Es geht um die frühere Brauerei Volbracht in Vlotho, die Ende des 19. Jahrhunderts aus einer Zuckerfabrik gegründet wurde und weit über unsere Region hinaus bekannt war. Nach weniger als 90 Jahren fiel sie in unserer Zeit dem allgemeinen Brauereisterben zum Opfer. Mit ihrer Geschichte haben wir uns vor einigen Jahren intensiv beschäftigt und können aus dem Vollen schöpfen. Dieser Nachmittag ist dem beliebten Gerstensaft gewidmet; er steht auch sonst unter einem guten Stern, was den Damen aus dem Vlothoer Heimatverein zuzuschreiben ist, die passend zum Thema eine deftige Biersuppe kredenzen. Es existiert wohl sogar noch einer der riesigen Gärbehäter in den alten nicht mehr zugänglichen Kellern unter dem Winterberg ... gefüllt mit kristallklarem Sickerwasser!

05.03.2018 Wui küert Platt - Es ist schon auffällig, dass die bisherige Vielfalt unserer heimischen Vogelwelt kleiner geworden ist: Unser Mitglied Helmut Obernolte erzählt von »Affgängige Vügel(Verschwundene Vögel)« Andererseits kann der aufmerksame Beobachter aber auch feststellen, dass, wohl wegen der derzeitigen Klimaveränderung, die Zahl der Gefiederten zunimmt, die sich bisher wohler in südlicheren Gefilden fühlten.

09.02.2018 »Exter im Aufwind« - Rückschau auf die Jahre 1945 - 1969 mit den Gebrüdern Gröne - Der Saal unserer Kirchengemeinde ist bis auf nahezu den letzten Platz voll besetzt. Anlass ist die Bilderschau im Nachgang zu unserem 2016 erschienenen Buch »350 Jahre Kirche in Exter«. Referenten sind die Pfarrersöhne Walter und Wilhelm Gröne, ihr Vater wirkte als Seelsorger in Exter in den Jahren 1948 bis 1974. Er war engagierter Hobbyfotograf und -schmalfilmer. Aus diesem reichen Schatz schöpfen seine Söhne heute abend und tragen zu dieser Veranstaltung bei dieser Gelegenheit so manche Dönneken bei. Eine Fortsetzung mit Erinnerungen an diese Zeit, in der sich das Gesicht der Gemeinde Exter komplett gewandelt hat ist angesagt, wir weisen rechtzeitig darauf hin.

15.01.2018 »Zwangsarbeiter und Zeichen der Versöhnung« ist der Titel der neuen Veröffentlichung von Wimar Wiedenhöfer in unserer Sammelreihe, die wir heute im Gemeindehaus Exter vorstellen. Dieser neue Beitrag zur Ortsgeschichte basiert auf den gründlichen Recherchen des Autors, der die Situation polnischer und französischer Kriegsgefangener im damaligen Amt Vlotho schildert. Die von ihm zusammengestellte Zeittafel von der Machtergreifung Hitlers im Jahre 1933 bis zum Jahre 1992 spannt einen großen Bogen vom Beginn des sog. »Deutschen Reichs« bis hin zum Beginn der Städtepartnerschaft Vlothos mit der polnischen Stadt Lubsko. Ein weiteres Zeichen der Versöhnung war bereits im Jahr 1989 mit der Partnerschaft mit der französischen Stadt Aubigny-sur-Nére gesetzt worden.

08.01.2018 - Zu Beginn des Jahres fasst man gern gute Vorsätze oder hat neue Pläne ... manchmal wird tatsächlich was daraus. So lautet unser Thema heute » Geoe Vosätze (Gute Vorsätze)« - »Kuik mol wier teo!« heißt es dazu in der Einladung zum aktuell Treff der Plattdeutschen.